Auf Klaus Neumann können sich unsere Leser verlassen

Im Zentrum der Wilhelmstadt kennt Klaus Neumann fast jeden Briefkasten. Dort verteilt der einstige Postbeamte zuverlässig das Spandauer Volksblatt. (Foto: Uhde)

Wilhelmstadt. Im Zentrum der Wilhelmstadt gehört Klaus Neumann (73) immer mittwochs zu einem der meisterwarteten Männer. Taucht er auf den Straßen im Kiez rund um den Metzer Platz auf, wissen die Anwohner, dass ihr beliebtes Spandauer Volksblatt im Briefkasten für sie bereit liegt. Und bei Klaus Neumann können sie sich darauf verlassen, dass jede Woche pünktlich die neuesten Nachrichten und Angebote als Lesestoff zur Verfügung stehen.

Als langjährigem Postbeamten liegen dem Zusteller Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Blut. "Mein Mann ist für seine Zuverlässigkeit bekannt", sagt denn auch Ehefrau Gerda, mit der Naumann seit 52 Jahren verheiratet ist. Sie bewundere zudem immer seinen tollen Orientierungssinn, der präzise wie ein Navigationsgerät funktioniere. 34 Jahre lang hat Klaus Neumann dieses präzise Ortsgedächtnis als Paketzusteller zunächst in Neukölln und dann in der Havelstadt trainiert. 26 Jahre, 1974 bis zur Pensionierung im Jahr 2000, stellte er dabei in fast allen Ortsteilen Spandaus die Pakete zu. Die Havelstadt kennt er daher wie seine Westentasche.

1974 waren die Neumanns auch nach Spandau gezogen. "Seitdem wohnen wir in der Wilhelmstadt", sagt der geborene Neuköllner. Im März 2000 begann er mit seiner Tätigkeit als Zusteller für das "Spandauer Volksblatt". "Bis zum Jahr 2005 musste ich mir meine Zeitungen noch selbst an der Staakener Feldstraße abholen, seitdem werden sie im Norden der Wilhelmstadt deponiert", erklärt Neumann.

Seit 14 Jahren sei er nun bei Wind und Wetter jeden Mittwoch unterwegs, damit seine Wilhelmstädter ihr Volksblatt pünktlich im Briefkasten vorfänden. Und das nimmt Neumann sehr genau. In Hochhäusern geht er sogar in die einzelnen Etagen, statt die Zeitungen nur am Eingang abzulegen. Das Wetter sei dabei völlig egal. "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", lautet seine Devise. Und durch seine frühere berufliche Tätigkeit sei er eh daran gewohnt, bei Regen oder Hitze unterwegs zu sein. "Mir hätte nach der Pensionierung sonst auch irgendwie etwas gefehlt", sagt der Wilhelmstädter.

"Jeden Mittwoch brauche ich so zwischen fünf und sechs Stunden, um 1260 Volksblätter zu verteilen", erzählt er. Schlank und drahtig ist Klaus Neumann dabei geblieben. Und darauf legt er auch großen Wert. "Andere zahlen im Fitness-Studios viel Geld für dafür, ich halte mich durch die Verteilung des Volksblatts fit." Das sei eben sein Sport. Für seine Gesundheit gehe er zudem sehr gern Schwimmen.


Michael Uhde / Ud
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