Altersgemischte Kita stellt sich Bürgermeister vor

Im Experimentierzimmer testeten die Kinder gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Kleebank das Gewicht von Murmeln. (Foto: Ulrike Kiefert)

Wilhelmstadt. Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) tourt auch im neuen Jahr wieder durch den Bezirk. Seine erste Station war die Kita "Havelnest" an der Jaczostraße 51.

Leiterin Eveline Olsson und ihr Team bekamen am 29. Januar Besuch vom Bürgermeister. Im "Havelnest" wollte sich Helmut Kleebank vor allem über das pädagogische Konzept der Altersmischung informiere, einen seit 1997 umstrittenen Teil der Berliner Bildungslandschaft. Die Kita habe damit gute Erfahrungen gemacht, sagte Eveline Olsson.

130 Kinder von acht Monaten bis zum Schulanfang profitieren von dem Konzept. Die Kleinen lernen von den Großen und die Älteren erfahren ganz praktisch, was sie alles schon können. "Das stärkt ihr Sozialverhalten und ihr Selbstbewusstsein", erklärte die Kitaleiterin.

Gefördert werden die Kinder auch in ihrem Bewegungsdrang. Die Kita kooperiert mit dem TSV Spandau 1860. Naturwissenschaftliche Experimente wiederum wecken den Forschergeist. Kann ein Ei stehen? Wie viel wiegt ein Reiskorn? Warum ist Wasser mal flüssig und mal fest? Im Experimentierzimmer wird solchen Fragen auf den Grund gegangen. Das Zertifikat als "Haus der kleinen Forscher" dürfte der Kita damit bald sicher sein.

Das "Havelnest" zählt zu den älteren Einrichtungen im Bezirk. Erbaut 1968 ist der Flachbau inzwischen energetisch saniert und modernisiert. Die Kita hat eine eigene Küche und einen großen Garten. Ein Spielplatz und ein Rodelberg liegen nur wenige Meter entfernt. Mit Öffnungszeiten von 6 bis 18 Uhr ist die Einrichtung vor allem bei Berufstätigen gefragt und die Warteliste somit lang. Träger ist die "Orte für Kinder GmbH", die in Berlin 24 Kitas betreibt, davon sechs in Spandau. Helmut Kleebank zeigte sich beeindruckt vom Erfolgskonzept der Kita, das insbesondere auf der altersübergreifenden Teamarbeit basiere.

"Zudem zeigen die interne und externe Evaluation, dass es sich hierbei um ein sinnvolles und fortschrittliches Instrument der Qualitätsentwicklung handelt." Den Ton im "Havelnest" aber gibt vor allem fröhliches Kinderlachen an.


Ulrike Kiefert / uk
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