Polizisten finden 34-jährige Frau tot in ihrer Wohnung

Wilhelmstadt. Die Mordkommission hat in der Nacht zum 3. Oktober eine Frauenleiche gefunden. Drei Tage lang hatte die 34-Jährige bereits in ihrer Wohnung an der Weverstraße gelegen. Erst als sich der mutmaßliche Mörder stellte, wurde ihre Leiche entdeckt.

Laut Polizei soll die Frau am 30. September getötet worden sein. Die Tat in dem viergeschossigen Wohnhaus war offenbar unbemerkt geblieben. Die Nachbarn hatten keinen Streit gehört oder etwas Ungewöhnliches bemerkt. Ein Hinweis hatte die Polizei in die Weverstraße geführt. Der Mann hatte sich in Paris auf einer Polizeidienststelle gestellt und behauptet, seine Freundin in Berlin getötet zu haben. Der 29-Jährige nannte die Wohnung, in der sie liegen sollte. Die französischen Beamten alarmierten ihre deutschen Kollegen. Unter der genannten Adresse entdeckten die Ermittler dann tatsächlich die tote Frau. Offenbar wurde sie erwürgt. Zunächst hatte es geheißen, das Opfer habe tödliche Kopfverletzungen erlitten. Die genauen Tatumstände und das Motiv sind bisher nicht bekannt. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen Mordverdacht erlassen. Der Tod der Frau ist eine von vielen Tragödien, die sich in jüngster Zeit in Spandau ereignet haben. Zuletzt wurde Mitte August eine 36-Jährige erstochen in einem Obdachlosen-Wohnheim an der Falkenseer Chaussee gefunden. Anfang November 2012 gab es im Falkenhagener Feld ein schweres Verbrechen. Damals wurde ein 55-jähriger Mann auf der Wiese vor einem Hochhaus schwer verletzt aufgefunden. Er hatte Stichverletzungen im Oberkörper und starb noch vor Ort. Die Polizei konnte einen 15-jährigen Tatverdächtigen festnehmen, der inzwischen zu dreieinhalb Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt wurde. Das Opfer war ein vorbestrafter Pädophiler. Besonders erschütterte ein Fall Ende August 2012 die Spandauer. Ein 69-jähriger Gatower hatte seine Frau, seine drei und sechs Jahre alten Söhne und sich selbst getötet. Die gemeinsame fast einjährige Tochter hatte er zu einer Babyklappe gebracht. Schulden sollen das Motiv der Familientragödie gewesen sein.


Ulrike Kiefert / uk
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