Vivantes versorgt Flüchtlinge: Klinik übernimmt Aufgabe von Charité

Berlin: Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne |

Wilhelmstadt. Der Klinik-Konzern Vivantes hat jetzt die medizinische Versorgung der Flüchtlinge auf dem Gelände der ehemaligen Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne übernommen. Bisher war die Charité vor Ort.

Seit 9. November sichert Vivantes die medizinische Basisversorgung der Kinder und Erwachsenen in der Notunterkunft an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße 30. Seit dem Abbau der Zelte (wir berichteten) sind dort noch rund 1000 Flüchtlinge untergebracht. Bislang wurden sie von der Berliner Charité medizinisch versorgt.

„Die Bereitschaft unserer Mitarbeiter zu helfen und sich einzubringen, ist beeindruckend. Wir als Unternehmen unterstützen dies nach allen Kräften und bereiten weitere Einsätze vor“, äußerte sich Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung von Vivantes zur übernommenen Aufgabe.

In der Einrichtung soll die ärztliche Versorgung wie gehabt an sechs Tagen in der Woche angeboten werden. Dazu gehören Allgemein-Mediziner wie auch pädiatrische und gynäkologische Sprechstunden und psychiatrische Angebote für traumatisierte Patienten. Wie viele Ärzte vor Ort arbeiten werden, konnte Vivantes noch nicht beziffern. Man sei noch in der Abstimmungsphase. Auch die Kostenübernahme für diese Leistungen muss laut Vivantes noch geklärt werden. Derzeit stehe die Sicherstellung der Versorgung im Mittelpunkt, weshalb die Landesklinik hier in Vorleistung gehe, sagte Sprecherin Kristina Tschenett. Auch die Charité hatte die Einsatztage ihrer Ärzte in Flüchtlingsheimen zunächst aus ihrem eigenen Budget bezahlt, weil die Kostenübernahme vom Land nur schleppend angelaufen war.

Vivantes übernimmt neben der ärztlichen Versorgung auch die Essensversorgung in den Erstaufnahmeeinrichtungen Turmstraße (Lageso), Bundesallee und Kruppstraße. Aktuell gibt Vivantes dort in Kooperation mit der Charité täglich über 4000 warme Mahlzeiten aus. uk
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