"Gustav-Polte-Gedächtnislauf" im Südpark zu Ehren des großen Ruderers

Wilhelmstadt. Veranstalter des diesjährigen "Gustav-Polte-Gedächtnislaufs" war am 14. März traditionell der Spandauer Ruder-Club "Friesen" (SRCF). Der Ruderverein begrüßte dazu im Südpark an der Ecke Heerstraße und Pichelsdorfer Straße mehr als 100 Teilnehmer von zehn Rudervereinen aus Spandau und Reinickendorf.

Zahlreiche Besucher feuerten die Teilnehmer bei ihrem Lauf durch den Park an. Die Läufer konnten sich für Strecken mit einer Länge von zwei, vier oder acht Kilometern entscheiden. Die Sieger des "Gustav-Polte-Gedächtnislaufs" wurden anschließend im Vereinshaus des SRCF am Mahnkopfweg 6-10 geehrt.

Bei der Siegerehrung waren mit Maximilian Kunze, Dennis Amschler und Fabian Neitzel auch drei mental behinderte Sportler vom Berliner Ruderclub "Hevella" an der Dorfstraße 23 dabei. Unterstützt von ihrer Trainerin Monika Tampe nahmen sie am vier Kilometer langen Lauf teil. Am Ziel freuten sie sich über zwei zweite Plätze und einen vierten Platz in den jeweiligen Altersklassen. Für Monika Tampe ist dies "wieder ein gutes Beispiel für eine gelungene Inklusion im Berliner Breitensport".

Der Lauf erinnert an Gustav Polte. Er hatte sich vor rund 100 Jahren vor allem im Wanderrudern engagiert und organisierte zahlreiche Wanderfahrten etwa in das Sudetenland sowie das Wanderrudern von Gästen aus dem internationalen Ausland auf Berliner Gewässern. Gustav Polte war Mitglied im damaligen Spandauer-Ruder-Club, aus dem 1899 der SRCF hervorgegangen war. Vor dem Zweiten Weltkrieg war er Wanderruderwart im Deutschen Ruderverband. Nachdem Polte nicht aus dem Krieg zurückgekehrt war, erinnert seit Beginn der 50er Jahre der "Gustav-Polte-Gedächtnislauf" an den verdienten Ruderer.


Michael Uhde / Ud
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