Zuwachs auf dem "Ruhmesweg": Annika Schleu erhielt ihren Sportstein im Südpark

Annika Schleu und ihr Stein im Südpark. (Foto: Thomas Frey)
Berlin: Freizeitsportanlage Südpark |

Spandau. Auf dem "Walk of Fame" in Hollywood werden die größten Schauspieler gewürdigt. In Spandau gibt es etwas ähnliches für herausragende Sportler.

Der "Ruhmesweg" befindet sich im Südpark. Am 19. April erhielt dort die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu ihren Stein als Sportlerin des Jahres 2016. Die 27-Jährige, seit 2010 regelmäßig erfolgreich bei Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften wurde im vergangenen Jahr außerdem Fünfte bei den Olympischen Spielen in Rio.

Annika Schleu, aufgewachsen in Gatow und Mitglied beim TSV Spandau 1860, ist die vierte Vertreterin auf dieser Allee der Besten. Vor ihr wurde diese Ehre bereits Britta Oppelt, Alexandra Bettinelli und zwei Mal Lena Schöneborn zuteil. Bei dieser Aufzählung fällt zweierlei auf: Bisher sind ausschließlich Frauen auf dem Walk of Fame verewigt. Und außer Ruderin Britta Oppelt kommen alle anderen vom Modernen Fünfkampf. Was gleichzeitig unterstreicht, wo die Domänen des Spandauer Sports liegen.

Im Südpark wird der "Ruhmesweg" von vielen Menschen gesehen

Mit der Auszeichnung im Südpark sollen besondere Leistungen sichtbar gemacht werden und für andere als Ansporn dienen. Das passe gerade hier besonders, fand Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD). Denn es handle sich hier um eine Sportanlage, die von vielen Menschen besucht werde.

Ausgedrückt wird das durch einen Rhön-Quarzitstein-Quader, auf dem sich unter anderem die Unterschrift sowie die Jahreszahl der Wahl zu Spandaus bester Sportlerin befindet. Der Stein wird regelmäßig von der Künstlerin Dani Tschesiog gestaltet. Ebenfalls Teil des Zeremoniells war ein Eintrag in das Goldene Sportbuch des Bezirks.

Und welche Bedeutung hatte das alles für Annika Schleu? "Eine große", betont sie. Übermäßige öffentliche Aufmerksamkeit finde ihre Sportart ja nicht unbedingt. Schon deshalb freue sie sich, dass das in ihrem Heimatbezirk anders sei. Auch dass der Stein von jedem angesehen werden könne. Etwa von ihrer Mutter, die in einer Schule arbeitet und öfter mit den Kindern in den Südpark kommt.

Außerdem wurde auf dem Weg noch eine weitere Würdigung enthüllt. Darauf sind die Namen der vier Spandauer Vertreter bei den Olympischen Spielen und den Paralympics 2016 verzeichnet. Unter ihnen ist natürlich ebenfalls Annika Schleu. tf
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