An der Sodener Straße sollen Wohnungen entstehen

Der Spielplatz neben der Wiese am Cornelsenweg liegt nicht mehr ganz im Grünen bei einer künftigen Bebauung. (Foto: Martin)
Berlin: Cornelsenweg-Wiese |

Schmargendorf. Für ein rund 20.000 Quadratmeter großes Areal zwischen Sodener, Wiesbadener und Dillenburger Straße sowie Cornelsenweg gibt es einen neuen Bebauungsplanentwurf. Vorgesehen ist eine Nachverdichtung.

Das bedeutet: Innerhalb einer bereits bestehenden Bebauung können freistehende Flächen genutzt werden. Genau das hat die Unternehmensgruppe Becker & Kries vor, der das Grundstück gehört. In den 70er-Jahren hat sie dort 208 Wohnungen errichtet, 108 sollen nun hinzukommen. Die jetzigen Gebäude gruppieren sich locker auf einer Fläche, die mit viel Grün ausgestattet ist. Kommen die Neubauten, könnten aus den üppigen Wiesen zwischen den Häusern eher schmale Rasenstreifen werden.

So zumindest die Befürchtungen einiger Anwohner, allen voran Jenny Schon, die starke Kritik an der geplanten Bebauung äußert. Die Autorin schätzt die Wildkräuterwiese vor ihrem Balkon. "Hier ist ein einzigartiges Biotop entstanden, mit Storchenschnabel, Klee und Löwenzahn, Apfelbaum und Birke." Zudem sei nebenan ein stark besuchter Spielplatz. Mit weiteren Häusern werde auch den Kindern die natürliche Umgebung genommen.

Matthias Klussmann, Geschäftsführer bei Becker & Kries und verantwortlich für die Projektentwicklung, hält dagegen. "In Berlin sind Grundstückseigentümer dazu aufgerufen, zu überprüfen, wo noch gebaut werden kann. Pro Jahr kommen rund 40 000 neue Einwohner in die Stadt, was einem Bedarf von bis zu 15 000 Wohnungen entspricht." Die neuen Häuser - sie sollen klar und modern aussehen und zu den vorhandenen passen - seien auf keinen Fall höher geplant als die vorhandenen. Bis der Plan beschlussreif ist, könnten noch bis zu anderthalb Jahre vergehen, genauso lange dauere es anschließend, die neuen Häuser zu errichten.

Wer sich über Ziele, Zwecke und mögliche Auswirkungen des Bebauungsplanbeschlusses 4-57 VE informieren will und sich dazu äußern möchte, hat bis 4. Juli Zeit: Di/Fr 9-12 Uhr und nach Vereinbarung: 902 91 41 01, Stadtentwicklungsamt im Rathaus Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz 4, Raum 4128. Infos im Internet: http://asurl.de/rc3.

Ulrike Martin / uma
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