Freie Volksbühne bittet zum Sommerfest

Volles Haus zum Geburtstag: Schon im Vorjahr zog das Sommerfest 500 Besucher an. Diesmal rechnet die Volksbühne mit Tausenden Gratulanten. (Foto: privat)
Berlin: Freie Volksbühne |

Wilmersdorf. Vom Kinderspiel bis zur großen Oper: Die Freie Volksbühne Berlin begeht am Sonnabend, 13. Juni, ihren 125. Geburtstag unter freiem Himmel. Alle wichtigen Akteure der Szene wollen dann Kostproben liefern.

Ein ganzes Jahrhundert und ein Viertel vom nächsten - da kann die Geburtstagssause natürlich einen Nummer größer ausfallen als sonst. Und so gelang es Geschäftsführerin Alice Ströver nach einiger Verhandlung, für den Festtag eine Sperrung der Ruhrstraße zu erwirken, auf dass sich die Theaterakteure frei entfalten können. Und die Zuschauer gleich dazu. Was Gäste am 13. Juni ab 16 Uhr vor dem Sitz der Freien Volksbühne in der Ruhrstraße 6 erwartet, das nennt Sprecherin Sibylle Marx "ein Fest für unsere Mitglieder und unsere Partner. Von der leichten Muse bis zur großen Arie haben wir alles dabei."

Obwohl kein Eintritt erhoben wird, zeigt sich die Berliner und Brandenburger Szene zur Feier des Tages in allen Facetten, liefert kindgerechte Kostproben und Highlights aus aktuellen Produktionen. Die Ku’damm-Bühnen, die Opernhäuser, das Schloßpark Theater - alle großen Häuser der Stadt unterstützen das Stelldichein.

Von einem Zeltdach vor Wetterwidrigkeiten geschützt, erleben Besucher zudem einen Cateringservice, den sonst Gäste von Philharmonie und Staatsoper genießen. Und weil sich unter ihnen auch treue Vereinsmitglieder befinden, stehen gleich sieben Ehrungen für 60-jährige Mitgliedschaft ins Haus - wahrscheinlich sogar durch den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Obwohl noch nicht ganz so lange Mitglied, dürfte Giesela Herbstleb in dieser Runde das meiste Aufsehen erregen. Im Alter von 102 Jahren ist sie sich auch für Theaterbesuche selbst bei strengem Frost nicht zu schade und wird wohl noch so manche Aufführungen beklatschen. "Kultur fördert die geistige Fitness", sieht Alice Ströver als erwiesen an. Bis heute ist es das Ziel des Volksbühnenvereins, seinen Mitgliedern die Bühnenkunst durch Vergünstigungen auf Karten in allen wichtigen Häusern der Stadt näherzubringen.


Thomas Schubert / tsc
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