Arbeiten am Schoelerschlösschen sollen 2014 wieder aufgenommen werden

Für den weiteren Innenausbau des Schoelerschlösschens fehlt gegenwärtig das Geld. (Foto: Wecker)

Wilmersdorf. Am 29. Januar 2010 wurde im Schoelerschlösschen mit viel Tamtam und Prominenz Richtfest gefeiert. Seitdem "ruht der See", was viele Anwohner aufregt, da auch der zugehörige denkmalgeschützte Park verkommt.

Ende Januar 2010 gab es letztmalig frohe Botschaft aus dem Kulturausschuss. "Im Frühjahr 2012 soll das umgestaltete Schoelerschlösschen neu eröffnet werden", sagte vor zwei Jahren Marc Schulte (SPD) noch als Kulturstadtrat. Aber schon damals wurde das Problem benannt: Für den Innenausbau fehlen der Stiftung Denkmalschutz 500 000 Euro. Auch die großzügigen Spenden von jeweils 100 000 Euro vom Evonik-Konzern und der Berthold-Beitz-Stiftung vermochten diese Lücke nicht zu schließen."Das liegt", wie der jetzige Kulturstadt Klaus-Dieter Gröhler (CDU) erläutert, "an der neuen Bauordnung, die die Finanzierung durch Werbung auf Bauschutzplanen weitgehend untersagt". Damit hatte jedoch die Stiftung wie schon bei der Sanierung des Charlottenburger Tores gerechnet.

Nach der Sommerpause will der Bezirk einen neuen Anlauf nehmen. Dazu müssen das Gebäude und der Park wieder dem Bezirk übertragen werden. Bis zur Bundestagswahl am 22. September will der Stadtrat diesen Vorgang rechtlich abgeschlossen haben. Dann, so hofft er, wird die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Mittel für den Innenausbau und die Wiederherstellung der Gartenanlage zur Verfügung stellen, wobei auf den Bezirk ein Eigenfinanzierungsanteil zukommen wird. Die ideale Planung sieht vor, bis Anfang 2014 den Innenausbau abzuschließen und 2015 das Haus der Öffentlichkeit zu übergeben. Der Innenausbau ist aufwendig, weil alle Stromleitungen, die Heizung und Sanitärstränge erneuert werden müssen. Zudem soll das Haus mit dem Einbau eines Aufzuges behindertengerecht ausgestattet werden.

Das Schoelerschlösschen soll künftig dreifach genutzt werden: Das Erdgeschoss soll einen Trausaal bekommen. Es wäre dann der erste behindertengerechte Trausaal im Bezirk. Im Rathaus Schmargendorf und der Villa Kogge wären solche Umrüstungen wegen des Denkmalschutzes nicht möglich. Es wird wieder ein Café eingerichtet und in die obere Etage soll eine Dependance der Villa Oppenheim mit dem Heimatmuseum eingerichtet werden, wo hauptsächlich die architektonische Geschichte des Bezirks dargestellt wird. Die Einrichtung der Bibliothek des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau und auch die Möblierung durch Zirkusdirektor Bernhard Paul sind nicht weiter in der Diskussion.


Frank Wecker / FW
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