Junge Künstler stellen im Hotel "Carolinenhof" aus

Hannah hat ihre Lieblingsbuchstaben A in kleiner Schreibweise gemalt. (Foto: Wecker)

Wilmersdorf. Eine Ausstellung in einem Hotel zu haben, ist der Stolz vieler Künstler. Diese Ehre wird nun zum zweiten Mal den jungen Künstlern der Klasse 5id der Comeniusschule zuteil.

Kürzlich war im Hotel "Carolinenhof" in der Landhausstraße 10 Vernissage ihrer Ausstellung "Welche Farbe hat Dein A?". Bereits ihre erste Ausstellung "Der Buchstabenvogel" hatte über Berlin hinaus Resonanz gefunden, berichtet Sabine Papenbrock vom Hotelmanagement. Die Maßstäbe, die sich die Kinder setzen, sind hoch. "Die Idee, Buchstaben mit Sinneseindrücken zu verbinden", erläutert Lehrerin Renate Mundt, "bewirkte ein Bild des Expressionisten Paul Klee, das wir im Museum gesehen hatten." Nach diesem Vorbild haben die Kinder den Vokalen Farben zugeordnet. Jedes Kind hat seine Fantasien geheim gehalten. Sie wurden nur auf der Rückseite der Buchstaben notiert, die die Kinder aus Papier ausgeschnitten hatten. Dann wurden die Buchstaben auf Aquarellpapier verteilt und mit einem schwarzen Fettstift umrandet. Dann malte jedes Kind die Buchstaben mit den zugeordneten Farben aus. Die Ergebnisse sind im Konferenzsaal des Hotels zu sehen.

"Die Kinder sind mit Feuereifer dabei", sagt Renate Mundt. "Sie haben zwar schon in der Schulgalerie ausgestellt, aber ihre Bilder gerahmt - auf Kosten des Hotels - in solch eleganten Räumen zu sehen, ist für die Kinder sehr erhebend."

Mit großem Eifer ist auch Bent dabei, der am Bundestagsufer bereits Werke anderer Art im öffentlichen Raum zeigt: Graffiti. In seiner im Hotel präsentierten Arbeit stellt er den Buchstaben E heraus, den er gleich zweimal verwendet. Einmal bekam er seine Lieblingsfarbe Lila. Die anderen Farben wählte er anders: "Ich habe die Augen zugemacht und innerlich in unterschiedliche Ecken geblickt. Was ich da gesehen habe, habe ich als Farbe genommen."

"Als Hotel möchten wir uns", sagt Sabine Papenbrock, "mit unseren Möglichkeiten als Nachbar in den Kiez einbringen. Das ist unser erster Schritt. Es sind auch andere Schulen aus der Nachbarschaft eingeladen, in unseren Räumen auszustellen."


Frank Wecker / FW
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