Planungen zum Olivaer Platz gehen ins Detail

Wilmersdorf. Um präzisierte Planungen für die Umgestaltung des Olivaer Platzes ging es auf der jüngsten Tagung des Ausschusses für Grünflächen.

Erneut zeigte die Debatte, dass es im Kern nicht um Grünflächen am Kurfürstendamm geht, sondern um die Verdrängung von Autos aus der Stadt. Und das kann teuer werden. Der Olivaer Platz ist zum Teil als Verkehrsfläche ausgewiesen. Wenn über den Parkplatz Gras wachsen soll, bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplans. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung bei ihrem Beschluss ignoriert und auch auf eine Befragung der Anwohner verzichtet. So musste Baustadtrat Marc Schulte (SPD) auf Nachfrage der CDU einräumen, dass infolge von rechtlichen Auseinandersetzungen die Fördermittel verfallen und damit die bisherigen Planungen für die Katz sein könnten. Dennoch wurde im Detail weiter diskutiert, wobei die von Wirtschaftsverbänden eingebrachten Vorschläge einer Tiefgarage keine Erwähnung fanden. Dafür wurde erwogen, zusätzlich zu den Radquerungen in der künftigen Grünanlage auf der südlichen Verlängerung der Pariser Straße einen weiteren Radweg für den Durchgangsverkehr anzulegen. Die wegfallenden Parkplätze sollen durch Querstellung der Fahrzeuge kompensiert werden. Weil dann kein Begegnungsverkehr der Autos mehr möglich wird, soll der Abschnitt zur Einbahnstraße werden, aber so, dass der Verkehrsfluss an jeder Einmündung unterbrochen wird.Für die Umgestaltung sollen 70 Bäume gefällt werden, wovon 31 geschützt sind. Dafür werden später 85 neue Bäume gepflanzt, die die Anlage gegenüber der Lietzenburger Straße abschirmen.

Der Umgestaltung liegt der Entwurf des Landschaftsarchitekten Till Rehwald zugrunde, der dem Platz "ein maßgeschneidertes, leicht tailliertes Kleid" anlegen will. Die Taille befindet sich in der gedachten Begegnung von Bayerischer und Wielandstraße. Nach Osten und Westen weitet sich das "Kleid" auf. Im Westen soll ein Tableau mit Café, Spielgeräten und Wasserbecken entstehen, und im Osten ein Spielplatz.

Die Fördermittel verfallen, wenn nicht im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen wird. Um den Termin zu halten, wird über die strittigen Punkte in kleinerer Runde entschieden.


Frank Wecker / FW
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