Ronald Jahnke ist neuer Geschäftsführer der Seniorenstiftung

"Ihr Erfolg ist unser Erfolg", sagte Sozialstadtrat Carsten Engelmann beim Amtsantritt von Ronald Jahnke (rechts). (Foto: KEN)

Wilmersdorf. Die Herausforderungen, die auf "den Neuen" warten, sind nicht gerade gering. Am 1. April hat Ronald Jahnke sein Amt als Geschäftsführer der Wilmersdorfer Seniorenstiftung angetreten. Er löst nach 17 Jahren Wolfgang Prenzel ab.

Der Berliner Pflegemarkt hat sich in den vergangenen drei bis fünf Jahren dramatisch verändert. Immer mehr Anbieter machen sich Konkurrenz. Der Wettbewerb ist hart. Viele Plätze in stationären Einrichtungen, in Alters- und Pflegeheimen, sind nicht mehr gefragt. Die Senioren oder ihre Angehörigen haben andere Wünsche und Vorstellungen. Neue Lebensmodelle sind entstanden, etwa Wohngemeinschaften für Senioren und Pflegebedürftige, die von ambulanten Diensten betreut werden. Diese wurden stark ausgebaut. Sie erbringen nicht mehr nur die klassischen Leistungen, sondern nahezu alles, was auch ein Pflegeheim anbietet - bis hin zu Beatmungen. Trotzdem freut sich der gebürtige Berliner Ronald Jahnke auf seine Aufgabe. Zunächst will der Vater von drei Kindern alle Häuser der Wilmersdorfer Seniorenstiftung und deren rund 200 Mitarbeiter kennenlernen. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Ronald Jahnke mittelfristig in der Sicherung der Seniorenstiftung und ihres Zwecks, nämlich "Alteneinrichtungen, die der Aufnahme älterer pflegebedürftiger Menschen vornehmlich des Bezirks dienen, zu errichten und zu betreiben sowie weitere Leistungen vorzuhalten, anzubieten und zu erbringen". "Danach können wir die Ziele für die nächsten zehn Jahre festschreiben", so Jahnke. Sicherlich seien Veränderungen und Anpassungen notwendig, um im Wettbewerb mithalten zu können. "Aber die Stiftung ist eine Marke mit einem sehr guten Angebot. Der Bezirk wird auch in Zukunft stationäre Altenpflege und Seniorenwohnhäuser brauchen."

Ein für Ronald Jahnke wichtiger Partner neben dem Stiftungsvorstand und den Verantwortlichen im Bezirk wird die Charlottenburg-Wilmersdorfer Seniorenvertretung sein. "Wir sind froh, diese Stiftung zu haben. Davon gibt es nur wenige in Berlin. Aber wir wollen mitreden", so ihr Vorsitzender Jens Friedrich.

Die Versorgung älterer Menschen im Bezirk bezeichnete Ronald Jahnke als gut. Es gebe ausreichend Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste, Tagesangebote und Beratungsstellen.

Die Wilmersdorfer Seniorenstiftung wurde 1996 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts vom Land Berlin gegründet und betreibt drei ehemals kommunale Seniorenheime mit 304 Plätzen für Pflegebedürftige und seit 2003 außerdem vier Seniorenwohnhäuser in Charlottenburg mit 375 Wohnungen. Der Jahresumsatz beträgt rund 11 Millionen Euro.


Karen Noetzel / KEN
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