Hockey-Herren vom TC Blau Weiss fahren zwei Siege ein

Der TC Blau Weiss Berlin (blau) beim 6:1-Triumph über den Nürnberger HTC am Sonntag, 22. September. (Foto: Nittel)

Wilmersdorf. Der TC Blau Weiss Berlin kann in der Hockey-Bundesliga der Herren auf ein überragendes Wochenende zurückblicken: Nachdem am Freitagabend das Derby beim Berliner HC mit 2:1 gewonnen wurde, legten die Mannen um Trainer Alexander Stahr nur 43 Stunden später nach und triumphierten am Sonntag mit 6:1 über den Nürnberger HTC.

"Das war ein unglaublich tolles Wochenende für uns", freute sich der Coach unmittelbar nach dem deutlichen Erfolg über die Gäste aus Franken. "Dabei war es gar nicht so leicht, sich nach einem emotionalen und überragenden Derbysieg auf den vermeintlich leichteren Gegner aus Nürnberg zu konzentrieren. Ohne den Triumph am Sonntag wäre auch der Sieg im Derby nur halb so schön gewesen."Rund 600 Zuschauer sahen am Freitag zumindest im ersten Durchgang ein etwas zerfahrenes Hauptstadtderby, in dem die Blau Weissen nach einer sehenswerten Kombination in Führung gingen: Angreifer Faizal Saari vollendete den schönen Spielzug zum 1:0. Nach dem Wechsel kam der BHC besser ins Spiel, verpasste jedoch die eine oder andere gute Chance zum Ausgleich. Mit einem Kontertor, erneut durch den malaysischen Nationalspieler Saari, erhöhten die Gäste vom Grunewald auf 2:0. Für den BHC reichte es dann letztlich nur noch zum Ehrentreffer durch Jonas Gomoll.

Und wer nun dachte, die Blau Weissen würden freudetrunken oder gar überheblich in die Partie gegen Nürnberg gehen, sahen sich getäuscht. "Ich war schon sehr gespannt darauf, wie die Mannschaft nach dem Triumph vom Freitag gegen Nürnberg ins Spiel gehen würde. Mal sehen, was die Jungs im Kopf abliefern, habe ich mir gedacht. Schließlich werden auf diesem Niveau die meisten Spiele im Kopf entschieden. Und, ganz ehrlich: ich war begeistert und stolz, wie meine Spieler die Nürnberger streckenweise an die Wand gespielt haben." Philipp Stahr, übrigens der Bruder des Trainers, erzielte allein vier Treffer. Richard Petherick und ein Eigentor der Nürnberger schraubten die Trefferausbeute auf ein halbes Dutzend. "Das war heute eine sehr erwachsene Leistung von uns. In diesem Bereich sind wir deutlich stabiler geworden", so der Coach.

In den sechs Spielen nach dem Aufstieg durfte sich der TC Blau Weiss nun schon über vier Siege freuen. Ein Spiel endete unentschieden, nur eine Partie ging verloren. Damit liegt man zurzeit sensationell auf Platz drei. "Mit dem Abstieg werden wir nun hoffentlich nichts mehr zu tun haben", hofft Alexander Stahr. Dabei war der Aufsteiger natürlich mit dem primären Ziel, die Klasse zu halten, in die Saison gegangen. Bis zur Winterpause werden insgesamt 16 Partien absolviert sein - im neuen Jahr werden dann nur noch sechs Spiele ausgetragen.

"Umso wichtiger ist es, dass wir bis Weihnachten noch den einen oder anderen Punkt holen, um letztlich beruhigt ins neue Jahr gehen zu können." Mittelfristig möchte sich der TC Blau Weiss Berlin in der 1. Bundesliga etablieren. "Unsere Leistungen an diesem Wochenende haben gezeigt, dass wir reifer geworden und auf einem richtig guten Weg sind."


Michael Nittel / min
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