Plötzlich der Gejagte: 1. FC Wilmersdorf hat nach Abstieg aufgerüstet

Prominenter Neuzugang: René Robben (blau), hier noch im Trikot von Hertha 03 Zehlendorf, wird den 1. FC Wilmersdorf verstärken. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Sportplatz Am Volkspark |

Wilmersdorf. Wenn am kommenden Wochenende die neue Saison in der Fußball-Landesliga beginnt, dürfen die Fans vom 1. FC Wilmersdorf zu Recht darauf hoffen, endlich wieder attraktiven und erfolgreichen Fußball im Volkspark zu sehen. Denn der Absteiger aus der Berlin-Liga geht als einer der Topfavoriten in die neue Spielzeit.

Nach drei schwachen Jahren in Berlins höchster Spielklasse, in denen der 1. FC zweimal als 14. in der Abschlusstabelle dem Abstieg nur knapp entronnen war und einer mehr als verkorksten letzten Saison, die nach nur fünf Siegen, zwei Remis und 27 Niederlage mit dem Abstieg endete, scheint man nun wieder an die erfolgreichen Jahre 2007 bis 2014 anknüpfen zu können: In dieser Zeit hatte man sowohl in der Landesliga als auch in der Berlin-Liga immer Topplatzierungen hingelegt.

Kader verstärkt

Ein Grund für diesen Optimismus ist die Tatsache, dass man mit nur drei Abgängen den im Winter 2016/17 stark veränderten Kader nahezu beisammen halten konnte und trotz des Abstieges an Trainer Mustafa Öner festgehalten hat. Unter Öner hatte die Mannschaft in der Rückrunde eine Entwicklung genommen, die letztlich zwar nicht zu mehr Punkten geführt, aber in fast jedem Spiel gezeigt hatte: Der 1. FC ist dran. Darüber hinaus hat der 1. FC Wilmersdorf sechs Spieler verpflichtet, die den Kader qualitativ nicht nur besser machen, sondern die Konkurrenz auch zu der klaren Aussage verleitet, dass der 1. FC ein heißer Anwärter auf den direkten Wiederaufstieg ist: Mit Erdal Özdal kam nicht nur ein erfahrener Abwehrspieler vom Oberligisten Hertha 03 Zehlendorf in den Volkspark – der 31-Jährige war im Süden zuletzt auch Kapitän und ist eine Leitfigur.

Granate im Sturm

Für den Angriff haben die Wilmersdorfer mit René Robben eine richtige Granate verpflichtet. Zwar hat der Stürmer schon 33 Jahre auf dem Buckel. Dass er aber immer noch weiß, wo das gegnerische Tor steht, hat er in der Oberliga bei Hertha 03 Zehlendorf und dem FSV Luckenwalde sowie zuletzt beim BFC Preussen in Lankwitz bewiesen. Zudem haben die Rot-Schwarzen für den Angriff Kushtrim Ibrahimi verpflichtet. Der Angreifer hat sich mit dem FC Liria schon häufiger in Torjägerlisten verewigt. Zudem wechselten die Abwehrspieler Adrian Schedlinski (Spandau 06) und Tim Kleineberg (SC Gatow) sowie Mittelfeldspieler Vasilios Tsiatouchas (Berliner SC) in den Volkspark. Sie alle haben mindestens schon Berlin-Liga oder sogar höherklassig gespielt.

Erster gegner: SC Gatow

Nicht zuletzt durch diese Neuverpflichtungen ist der 1. FC vermutlich der Topfavorit auf den Aufstieg. „Der Titel führt in dieser starken Liga nur über den 1. FC Wilmersdorf“, sagt zum Beispiel Olaf Jahn, Trainer vom Ligakonkurrenten Frohnauer SC, stellvertretend für viele Kollegen. Spannend wird es gleich zum Saisonstart. Denn mit dem SC Gatow empfängt der 1. FC ein Team, das viele Trainer auch für sehr stark halten. Die Partie im Volkspark Wilmersdorf wird am Sonntag, 20. August, um 14 Uhr angepfiffen. min
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