Und jährlich grüßt das Murmeltier: neue Gesichter und ein altes Saisonziel in Wilmersdorf

Beyazit Taflan (schwarz) – hier noch für den Berliner SC am Ball – ist einer von 15 Neuverpflichtungen beim 1. FC Wilmersdorf. (Foto: Michael Nittel)

Wilmersdorf. Wenn für den 1. FC Wilmersdorf am Sonntag, 16. August, die neue Saison in der Berlin-Liga mit dem Spiel gegen den SV Tasmania beginnen wird, werden die Fans viele neue Gesichter im Team des 1. FC entdecken. Das Saisonziel indes ist ein altes: Für die Truppe aus dem Volkspark geht es auch in dieser Spielzeit vom ersten Tag an um den Klassenerhalt.

Mit Timur Binerbay, der rechten Hand von FC-Coach Michael Michels, der zum 1. FC Neukölln gewechselt ist, und Toptorjäger Efräim Gakpeto, der künftig für den Oberligisten Hertha 03 Zehlendorf auf Torejagd gehen wird, haben zwei Leistungsträger den Klub verlassen. Aber auch die Abgänge der Stammspieler Denis Barcic und Timur Neubauer, die beide zum Oberligisten BSV Hürtürkel gegangen sind, sowie Alen Pitesa, der nach Kroatien gezogen ist, und dem ehemaligen Kapitän Tanju Demirkol, der künftig bei Meteor 06 kicken wird, schmerzen sehr. Im Gegenzug sind 15 Spieler in den Volkspark gewechselt, so dass Michael Michels nun aus einem 31-köpfigen Kader ein Team formen muss, das dem 1. FC Wilmersdorf auch über die Saison 2015/16 hinaus ein weiteres Jahr in Berlins höchster Spielklasse bescheren soll.

„Wir haben gute junge Leute dazubekommen, die Qualität haben“, richtet Coach Michels seinen Blick nach vorn. Darüber hinaus habe man mit Torwart Ömurcan Korkut und Angreifer Beyazit Taflan vom CFC Hertha 06 auch den einen oder anderen gestandenen Spieler nach Wilmersdorf holen können.

Letztlich hatte sich auch Coach Michels nach einer längeren Bedenkzeit dazu durchgerungen, die Doppelbelastung als Trainer und zweiter Vorsitzender des Klubs mindestens noch ein Jahr auszuhalten. „Einige wichtige Spieler, die bei uns geblieben sind, haben dies nur unter der Voraussetzung getan, wenn ich Trainer bleibe“, begründet der Coach seinen Schritt. Michels ist aber auch ehrlich genug, um einzugestehen, dass ihm das Loslassen schwer fällt. „Natürlich hänge ich am Fußball und am Klub. Aber wenn wir irgendwann einen Trainer finden werden, der zu uns passt, wird es mir auch nicht mehr ganz so schwer fallen, loszulassen.“

Nun geht es aber zunächst einmal darum, gut in die neue Saison zu starten. Zwar ist das Team mit einem Altersdurchschnitt von 21,7 Jahren im Vergleich zur Vorsaison noch einmal um zwei Jahre jünger geworden. Doch Michels klingt in seinen Aussagen nicht mehr ganz so zurückhaltend wie noch im vergangenen Sommer. „Wir fangen wieder bei null an. Und es wird auch in dieser Saison ganz schwer. Aber ich habe das Gefühl, dass die Stimmung viel besser ist als im letzten Jahr.“ Wichtig sei – wie auch schon in der Vorsaison – die Basis für den Klassenerhalt bereits in der Hinrunde zu legen. Zwar ist es zu Beginn einer Spielzeit nahezu unmöglich, die Konkurrenz einzuschätzen. Aber Michels glaubt, mit dem VfB Hermsdorf, dem Köpenicker SC sowie den Aufsteigern SC Charlottenburg und BSV Al-Dersimspor Teams ausgemacht zu haben, die man hinter sich lassen sollte, um die Klasse zu halten. min
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