ADAC eröffnet nach Umbau seine City-West-Geschäftsstelle

Service für 700 Besucher am Tag: Bürgermeister Naumann (2.v.r.) und ADAC-Vertreter um Manfred Voit (l.) durchtrennen zur Wiedereröffnung das Band. (Foto: Schubert)

Wilmersdorf. Mehr Platz und moderneres Ambiente: Beim Ausbau seines Hauses in der Bundesallee blieb der ADAC im Zeit- und Kostenrahmen. Und auch die Mitarbeiter finden keinen Grund zum Murren - obwohl sie zwischenzeitlich in einen alten Supermarkt arbeiten mussten.

Und wieder ein Neustart im westlichen Zentrum. Galt die Unterbringung des ADAC in Wilmerdorf 1969 noch als mutiges Bekenntnis zur Mauerstadt, verheißt der Wiedereinzug in der Bundesallee 30 etwas anderes: Man legt dort Geld an, wo der Aufschwung sitzt.

Mit der Eröffnung der Räume bietet der ADAC Mitgliedern und Reisebüro-Kunden nach dem zwei Millionen Euro teuren Umbau mit 1200 Quadratmeter nahezu doppelt so viel Platz wie zuvor. Ein Schritt, der damit zusammenhängen mag, dass es sich um die umsatzstärkste und ohnehin schon größte Zweigstelle des ganzen Landes handelt. Dabei steht der Schlussakt bisher noch aus - ein flacher Vorbau soll demnächst eine Aufstockung erfahren, so dass sich zur Güntzelstraße ein geschlossener Block ergibt.

"Wir haben uns klar dazu bekannt, ein Verein zu bleiben und dafür auch viel Zuspruch erhalten", äußerte sich Manfred Voit als Vorsitzender des ADAC Berlin-Brandenburg im Hinblick auf zurückliegende Skandale. So soll die erneuerte Zentrale durch große Fensterflächen Transparenz vermitteln. Innen dominieren Flächen und Möbel in Weiß. Für die Mitarbeiter ist die Zeit der Entbehrung jedenfalls vorbei, mussten sie doch in den letzten Monaten an ungewöhnlicher Stelle Zuflucht suchen: in einem leerstehenden Supermarkt.

Leicht neidisch blickt Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) auf das selbst finanzierte Bauvorhaben: "Hätten wir eine gut gefüllte Schatulle, wäre das ein schönes Bürgeramt." Und wenn es künftig darum geht, vom Land Berlin angesichts bröckelnder Straßen Geld einzufordern, hofft er auf den Beistand der "gelben" Nachbarn.


Thomas Schubert / tsc
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