Ein Park für die Cité Foch? Wäldchen soll umgestaltet werden/Start ist noch offen

Mit Kind und Kegel kamen interessierte Anwohner zum Info-Spaziergang am 7. April, um Näheres über die Zukunft des Birkenwäldchens zu erfahren. (Foto: Berit Müller)
 
Ein schmaler Parkstreifen entlang dem Packereigraben, mit einer Nase zur Straße hin, die auch den Spielbereich beherbergt. So sehen die Pläne der Landschaftsarchitekten aus. (Foto: Berit Müller)
Berlin: Cité Foch |

Wittenau. Noch ist nicht klar, wann es losgeht und wer das Ganze bezahlen soll: Wie das Wäldchen in der Cité Foch nach seiner Umgestaltung zum Park samt Spielplatz und Wegenetz einmal aussehen könnte, stellten Landschaftsarchitekten jetzt trotzdem schon vor.

Gegenüber klafft die Baugrube, auf der früher das Einkaufs- und Gemeindezentrum der Cité Foch stand; Wege und Wiesen sind mit Tretminen übersät, obendrein ist das Gelände mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar: Besonders einladend wirkt das Grünstück zwischen Rue Montesquieu und Packereigraben derzeit nicht. Das soll sich ändern. Über den aktuellen Planungsstand für eine Parkanlage in der Cité Foch informierten Vertreter des Reinickendorfer Stadtentwicklungsamtes und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gemeinsam mit Landschaftsarchitekten vom Planungsbüro „gruppeF“ am 7. April bei einem Spaziergang durchs Birkenwäldchen.

Hintergrund: Während die Zukunft des Areals südlich der Rue Montesquieu besiegelt ist – dort baut der Investor Rabobank bis 2018 rund 300 Wohnungen – sind die Pläne für den nördlichen Bereich noch wenig konkret. Zwar will der Bezirk den seit 2008 auf Eis liegenden Bebauungsplan nun wieder vorantreiben. Was fehlt, sind weitere Investoren, die sich an den Kosten der zu schaffenden Infrastruktur beteiligen. Denn auch am und im Wäldchen sollen neue Wohnungen entstehen. „Planungsrechtlich ist alles Bauland“, sagte Andreas Hoff-Hörig vom Stadtplanungsamt beim Spaziergang durchs Grünstück. Weil die beabsichtigte bauliche Verdichtung einen Eingriff in die Natur bedeute, seien Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen vorgeschrieben. Und für die soll der Park sorgen. „Wir haben die Vorgabe, dafür ein Konzept zu erstellen“, so Angelika Schindler von der BImA, der das gesamte Areal (noch) gehört. Dass es sich aktuell um einen Vorentwurf handle, betonte allerdings Landschaftsarchitekt Thomas Bauermeister. „Wir legen hier eine erste Skizze vor. Ins fertige Konzept sollen die Ideen der Anwohner einfließen.“

Die wichtigsten Eckpunkte des Entwurfs: Das umgestaltete Grünstück soll den Charakter einer naturnahen Parkanlage haben. Sofern gesund, bleibt der Baumbestand – vor allem die Birken und Weiden – erhalten. Vorgesehen sind sowohl ein Kinderspielplatz mit diversen Spielgeräten als auch ein öffentliches, etwa drei Meter breites Wegenetz, das sich Fußgänger und Radler teilen – parküblich ohne Beleuchtung. Den Packereigraben wollen die Landschaftsplaner von Überwuchs befreien, um das Spazieren am Kanal attraktiver zu machen. Ferner bekommt die Anlage mindestens zwei neue Eingänge, einen an der Jean-Jaures-Straße, einen weiteren eventuell zur Nimrodstraße hin.

Das Ganze finanzieren sollen nach Vorstellung der BImA die privaten Wohnungsbauunternehmen, die sich für Neubauprojekte in der Cité Foch entscheiden – und die bislang auf sich warten lassen. Wann aus den Plänen ein konkretes Vorhaben wird, ist daher ungewiss.

Zunächst wollen BImA, Bezirksamt und Landschaftsarchitekten Anfang Mai zu einer Bürgerwerkstatt einladen. Dann dürfen die Anwohner ihre Wünsche und Ideen für die Parkanlage äußern. bm

Sobald der Termin feststeht, ist er zu erfahren unter www.initiative-cite-foch.de.
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