Kein Dachausbau am Rathaus: Raumsuche für neue Mitarbeiter

Berlin: Rathaus Reinickendorf |

Wittenau. Das Rathaus am Eichborndamm wird im Zuge der wachsenden Stadt nicht selbst wachsen – der im vergangenen Jahr angedachte Ausbau des Dachgeschosses wäre zu teuer.

Rund 30 Millionen Euro wären fällig, wenn das Rathaus auf dem Dach einen neuen Bürotrakt erhalten würde. „Das wären rund 200 Prozent mehr als für den Bau eines herkömmlichen Gebäudes“, sagte Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) auf der Sitzung des Hauptausschusses der Bezirksverordnetenversammlung am 13. März. Die Idee eines Ausbaus des Rathauses kam mit Blick auf die wachsende Stadt auf. Mehr Bürger brauchen auch mehr Verwaltung. Gerade erst bezog die Verwaltung der Musikschule sanierte Räume im Grünen Haus, eines ehemaligen Waisenhauses an der Ziekowstraße 161-163, das mittlerweile Filiale des Humboldt-Gymnasiums ist.

Viel Spielraum für zusätzliche Büroflächen hat der Bezirk nicht. Er hat sich in den vergangenen Jahren von allen Immobilien getrennt, die für die Verwaltung nicht mehr benötigt wurden. Damit stehen auch keine Grundstücke für Neu- oder Erweiterungsbauten zur Verfügung. Eine Ausnahme ist laut Bürgermeister Frank Balzer (CDU) das Garagenhaus an der Rückseite des Rathauses, wo unter der Adresse Am Rathauspark 1 das Sportamt residiert. Dessen „Ertüchtigung“ hat der Bezirk in der Investitionsplanung angemeldet. Für rund 900.000 Euro können dort in den kommenden Jahren bis zu 19 zusätzliche Büroarbeitsplätze entstehen.

Frank Balzer eklärt, der Bezirk dürfe auch Büros anmieten

Bleibt die Frage, wohin weitere Mitarbeiter kämen, wenn die jetzt rund 1800 Mitarbeiter der Bezirksverwaltung deutlich mehr Zuwachs bekommen. Zumal immer noch nicht sicher ist, ob der Standort des Tegel-Centers im Zuge von dessen Sanierung erhalten bleibt. Laut Balzer hat der Senat schon zugestimmt, dass in diesem Fall der Bezirk Büroflächen anmieten kann.

Für den Fraktionsvorsitzenden der SPD, Thorsten Koch, ist der Dachgeschossausbau am Rathaus noch nicht ganz vom Tisch: „Man könnte prüfen, ob sich die Investition im Vergleich zur Miete nicht amortisieren würde.“ Dies halten weder Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt noch Bürgermeister Balzer für möglich. CS
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