Auf einem richtig guten Weg: Wittenauer SC Concordia legt prima Saisonstart hing

Der Wittenauer SC Concordia (gelb) – hier in der Saisonvorbereitung gegen den VfB Hermsdorf – ist gut in die neue Saison gestartet. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Sportplatz Göschenstraße |

Wittenau. Der Wittenauer SC Concordia hat in der Fußball-Landesliga einen richtig guten Saisonstart hingelegt: Vier Siege aus sechs Spielen katapultierten die Nordberliner auf Platz fünf. Und ganz besonders freute man sich über den 4:1-Triumph am letzten Spieltag im Derby gegen den VfB Hermsdorf.

„Wir sind mit unserem Saisonauftakt sehr zufrieden und freuen uns natürlich sehr darüber, das Ortsderby für uns entschieden zu haben“, erklärt Holger Seidel, Vorsitzende der Wittenauer. „Ich hatte gehofft, dass wir ordentlich aus den Startlöchern kommen, um gar nicht erst in den Tabellenkeller zu rutschen. Dass wir aber mit vier Siegen aus den ersten sechs Spielen in die Saison gehen, hätte ich nicht gedacht.“ Vor allem, weil unter den Gegnern, die man besiegen konnte, mit Türkiyemspor und dem TSV Mariendorf mindestens zwei Teams waren, die als Mitfavoriten auf Meisterschaft und Aufstieg in die Saison gegangen waren. „Wir sind ja mit den Saisonzielen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und möglichst einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, in die Spielzeit gestartet. Und obwohl wir erst so früh in der Saison sind, sage ich schon jetzt: Ja, das werden wir auch schaffen – weil die Mannschaft in diesen ersten Spielen bewiesen hat, dass sie nicht da unten reingehört“, lautet Seidels mutige Prognose.

Die Verletzungen werden gut kompensiert

Dabei grassiert in Wittenau zurzeit das Verletzungspech: Maxim Morlang, vom 1. FC Lübars verpflichtet, schied bereits am zweiten Spieltag mit einem Schädelbruch aus. „Das hört sich schlimmer an, als es ist“, beruhigt Seidel. Zwar musste der 35-jährige Angreifer operiert werden, war nach einem Tag Krankenhausaufenthalt aber schon wieder entlassen worden und wird aller Voraussicht nach noch in diesem Monat wieder ins Training einsteigen. Darüber hinaus musste Coach Karsten Steffan zuletzt auch auf Patrick Schwochow, Brian Thielen, Dominik Lindhammer, Karsten Fischer und Robert Otto verzichten. Dass die Wittenauer dies alles bislang so gut kompensieren konnten, beweist, dass der Kader in der Breite sehr gut aufgestellt ist und man bei den Neuverpflichtungen, die nahezu ausnahmslos von unterklassigen Teams kamen, vieles richtig gemacht hat: „Mustafa Acar und Kevin Teuber machen bis dato einen ganz starken Eindruck“, freut sich Seidel. Die beiden 19 und 20 Jahre jungen Kicker kamen vom SV Normannia aus der Bezirksliga. Aber auch Pierre Henkel und Bendy Bendamen Mayeb haben schon bewiesen, dass sie Verstärkungen sein können. Das gilt natürlich auch für die Rückkehrer Tobias Ramm und Marcel Stauch.

Und für alle diejenigen, die nach vier Siegen schon wieder mit dem Träumen anfangen, tritt Seidel dann noch schnell auf die Euphoriebremse und verweist auf die beiden Teams, die zurzeit die Aufstiegsplätze belegen: „Hilalspor hat sich richtig gut verstärkt. Und unser Spiel gegen Berolina Stralau habe ich zwar selbst nicht gesehen – aber alle, die dabei waren, haben mir gesagt, dass wir bei der 0:2-Niederlage chancenlos waren.“ Seidel ist der Überzeugung, dass die Landesliga – mit Ausnahme vom BSV Hürtürkel, der in den ersten sechs Spielen schon 43 Gegentreffer kassiert hat – sehr ausgeglichen besetzt ist und, dass es oft auch auf die Tagesform ankommen wird.

Der Vorsitzende abschließend: „Wir sind der Wittenauer SC Concordia. Und wir wissen sehr gut, uns und unsere Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre super.“ min
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