Historisch: Wittenauer SC spielt vierte Landesliga-Saison in Folge

Bloß nicht wieder Abstiegskampf: Der Wittenauer SC Concordia – hier Neuzugang Onur Ceylan (gelb) – hofft auf eine entspannte Saison in der Fußball-Landesliga. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Sportplatz Göschenstraße |

Wittenau. Der Wittenauer SC Concordia hat Historisches erreicht: Zum ersten Mal in seiner 106-jährigen Vereinsgeschichte spielt der Klub von der Göschenstraße eine vierte Saison in Folge in der Fußball-Landesliga. Doch die Gelb-Schwarzen mussten in der abgelaufenen Spielzeit mal wieder bis zur allerletzten Sekunde zittern. Auch deshalb liegt das Ziel für die neue Saison auf der Hand: Bloß nicht wieder Abstiegskampf!

„Ich bin es wirklich leid, dass wir immer wieder bis zum Schluss zittern müssen und sogar – wie zuletzt – auf die Hilfe anderer angewiesen sind“, gibt sich der 1. Vorsitzende Holger Seidel ebenso erfrischend wie ehrlich. „Deshalb hoffe ich, dass wir gut aus den Startlöchern kommen, möglichst früh viele Punkte holen und somit gar nicht erst in den Tabellenkeller reinrutschen werden.“ Seidel sieht seinen Klub mit acht der insgesamt 15 anderen Teams der Landesliga Staffel eins mindestens auf Augenhöhe: Mannschaften wie den Aufsteiger Hellas-Nordwest, aber auch den BSC Rehberge, den Friedenauer TSC, Teutonia Spandau, Türkiyemspor, den SK Türkyurt oder den FC Internationale. „Wenn es uns gelingen sollte, mindestens drei dieser Klubs möglichst früh in der Saison abzuhängen, dann ist am Ende vielleicht sogar eine Platzierung um Rang zehn möglich.“

Mit Trainersohn Dennis Steffan, der sich Fortuna Glienicke angeschlossen hat, sowie Patrick Hoffmann und David Schlesinger, die künftig für Wittenaus Senioren kicken werden, hat man drei prominente Abgänge zu verzeichnen. „Diese Drei werden mit Sicherheit eine Lücke reißen“, ist sich Seidel sicher. Der Vorsitzende weißt aber auch darauf hin, dass man in Wittenau auf die ins Seniorenteam gewechselten Spieler im Notfall immer zurückgreifen kann.

Ein Typ wie Mario Gomez fehlt

Mit Marcel Madsack und Benjamin Lamprecht haben die Wittenauer zwei Stürmer in ihren Reihen, die nicht nur quirlig, schnell, ballsicher und torgefährlich sind, sondern die jeder andere Landesligist sicherlich auch gern in seinem Kader sehen würde. Allerdings: „Was uns im Angriff fehlt, ist ein Typ wie Mario Gomez“, sagt Seidel. „Ein großgewachsener, kantiger Stürmer, der die Bälle auch mal behaupten und auf seine Mitspieler abgelegen kann. Aber der fehlt anderen Klubs auch. Und solche Typen laufen ja auch nicht auf der Straße herum.“

Dafür hat sich der Wittenauer SC aber im Mittelfeld verstärkt: Von Herthas Amateuren wechselten die technisch versierten Onur Ceylan und Khalil Hussni an die Göschenstraße. Darüber hinaus konnten die Wittenauer den kopfballstarken Verteidiger Lucas Hellige verpflichten, der vom SC Staaken kommt. „Die Drei werden uns sicherlich weiterhelfen können“, freut sich Seidel.

Zum Auftakt der neuen Spielzeit gastiert der Wittenauer SC am Sonntag, 21. August beim Nachbarn Hohen Neuendorf. Die Partie auf dem Rasenplatz Niederheide beginnt um 14 Uhr. min
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