Gelände an der Johannesstraße kann jetzt bebaut werden

Nach Abriss des verfallenen Seniorenheims werden hier neue Wohnungen entstehen. (Foto: M. Schmidt)

Zehlendorf. Auf dem Gelände des früheren Seniorenheims an der Johannesstraße kann gebaut werden. Der Verkauf der Häuser in Zehlendorf Süd an das Petrus-Werk ist perfekt. Die Anwohner sind erleichtert.

Den Verkauf an das Petruswerk hat das Abgeordnetenhaus im März genehmigt. Zwei Jahre lang lag der Vertrag dem Vermögensauschuss bereits vor. 2012 schon hatte der Liegenschaftsfonds dem katholischen Bauträger den Zuschlag erteilt.

Nun soll dort so rasch wie möglich gebaut werden. Nach Angaben des Petrus-Werks müssen vorher die alten Häuser abgeräumt werden. "Wir warten nur noch auf die endgültigen Formalitäten. Wenn wir eine Baugenehmigung haben, geht es los", so der Chef des Petrus-Werks, Douglas Fernando. Die bewohnten Gebäude an den Seiten sollen zunächst erhalten bleiben.

Fernando sprach von einer "hässlicher Ecke." Die seit 2008 verlassenen Gebäude der früheren Senioreneinrichtung verfielen immer mehr zu Ruinen (wir berichteten) und waren Vandalismus ausgesetzt. "Wir haben dem Bezirk ein Konzept vorgelegt, nach dem wir 45 Wohneinheiten im betreuten Wohnen erstellen wollen", sagt Fernando.

Die Nebenleistungen dafür sollen von der Caritas und den Maltesern kommen. Eine ähnliche Anlage für "altersgerechtes Wohnen" hat "Petrus" bereits am Wannsee, in Lankwitz und Tempelhof gebaut. Doch nicht ausschließlich Hilfsbedürftige sollen dort leben können. "Es ist immer gemischtes Wohnen", so Fernando, der den Architekten Michael Bäckmann von QbQ für das Projekt beauftragt hat.

Erleichterung über den Neubau herrscht in der Nachbarschaft gegenüber. "Wir sind froh, dass der unansehnliche Anblick und die Gefahrenquelle verschwindet", sagt ein Anwohner. Das Gelände, seit Jahren Ziel von Jugendlichen auf der Suche nach Abenteuern, wurde 2013 wenigstens mit einem Bauzaun geschützt. Die aktuelle Situation sei desolat und der Wohngegend nicht angemessen. Die Nachbarn hoffen, dass der Käufer die Anwohner in seine Planungen einbezieht und das parkartige Grundstück erhält.

Diese Hoffnung wird Michael Bäckmann wohl erfüllen. "Ein anderer Investor hatte mal vorgesehen, in die Grünanlage einzugreifen. Nach unserem Konzept soll der Baumbestand erhalten bleiben", erläutert der Architekt.

Die Ruinen sollen nach seinen Angaben durch dreigeschossige Häuser mit Wohnungen von 60 bis zu 100 Quadratmetern ersetzt werden. Bis Ende 2015 kann laut Bäckmann der erste Bauabschnitt fertig sein.


Martinus Schmidt / mst
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