Langer Tag der Stadtnatur: Laute Frösche, heilende Kräuter, fleißige Bienen

Wie Honig, das flüssige Gold der Bienen, entsteht, erfährt man auch. (Foto: wiki/zorro2212)
 
Nachwuchsforscher können Pflanzen unter die Lupe nehmen. (Foto: Stiftung Naturschutz Berlin)

Steglitz-Zehlendorf. Bienen beim Wettfliegen zusehen, erfahren, wie Heilkräuter Tieren helfen oder die Wasserpflanzen im Schlachtensee unter die Lupe nehmen: Beim Langen Tag der Stadtnatur von Sonnabend, 17. Juni, 15 Uhr bis Sonntag, 18. Juni, 18 Uhr geht es um das wilde Leben zwischen breiten Straßen und hohen Häusern.

Eine Honig-Blindverkostung ist am Sonnabend von 15 bis 18 Uhr im Angebot des Imkervereins Steglitz. Treffpunkt ist in der Werkgemeinschaft für Berlin-Brandenburg, Clayallee 81. Dort beginnt um 17.30 Uhr das Bienenwettfliegen. Drei Völker treten gegeneinander an. Von 16 bis 18 Uhr lädt der Verein dann zur „Audienz bei Ihrer Königlichen Hoheit und ihrem Hofstaat“ ein. Am Lehrbienenstand in der Onkel-Tom-Straße 165 gibt es Einblicke in das Bienenvolk. Wer dabei sein will, sollte Kleidung tragen, die Arme und Beine bedeckt. Am Sonntag können Kinder und Erwachsene von 11 bis 15 Uhr in der Clayallee 81 lernen, wie Honig geschleudert wird.

Nachts ins den Wald geht es am Sonnabend, 17. Juni von 21 bis 23.30 Uhr. Bei diesem Angebot der Waldschule Zehlendorf lesen Kinder und Erwachsene aus den Spuren der Tiere, belauschen Fledermäuse und gehen auf Insektenjagd. Treffpunkt ist am Stahnsdorfer Damm 3.

Am Sonntag lädt von 11 bis 16 Uhr lädt der Landesjagdverband Berlin in das Haus der Jagd, Sundgauer Straße 41, ein. Neben Infos zur Jagd und Jagdausbildung geht es um Wildschwein, Waschbär, Fuchs und Co – inzwischen längst Großstadtbewohner.

Ein Besuch „Bei Frosch, Maulwurf und Biene“ im Freilandlabor Zehlendorf, Sachtlebenstraße 30-32, ist von 12 bis 17 Uhr möglich. Das Gelände bietet zahlreichen heimischen Tieren eine Heimat – nicht nur den lautstarken Froschlurchen.

Wie Heilkräuter Tieren helfen können, erfahren Interessierte in der Tierheilpraxis Britta Kerger, Königin-Luise-Straße 48. Pflanzen können zum Beispiel alternativ zu herkömmlichen Medikamenten eingesetzt werden, wenn der heiß geliebte Familienhund eine Bindehautentzündung hat. Bei einem Spaziergang über das Gelände der Domäne Dahlem werden die dort wachsenden Heilkräuter gemeinsam bestimmt. Treffpunkt ist vor dem U-Bahnhof Dahlem Dorf. Angeleinte Hunde dürfen mit.

Welche Pflanzen wachsen im Schlachtensee? Wer‘s wissen will, kommt am Sonntag von 12 bis 16 Uhr dorthin. Mitarbeiter des Büros Peschel Ökologie & Umwelt erklären, wie sich nach dem Bau einer Phosphoreliminationsanlage 1981 die Wasserqualität stetig verbesserte und es jetzt wieder zuvor verschollene Unterwasserpflanzen gibt. Von 12 bis 16 Uhr bietet das Büro Peschel auch eine „Jagd nach Köcherfliegen“ am östlichen Ende des Schlachtensees an. Gesammelt werden Köcher- und Eintagsfliegen, Libellenlarven und Muscheln, Wasserschnecken und Krebstiere. Wer einen Kescher hat, sollte ihn mitbringen.

Das Team von „Faszination Kanu“ lädt zu einer Schnuppertour ein. Am Sonnabend von 19.30 bis 21.30 Uhr gilt es, den Kleinen Wannsee zu entdecken und abseits der Großstadthektik die Natur zu genießen. Die Teilnehmer müssen gut schwimmen können. Das Anlegen einer Schwimmweste wird dringend empfohlen.

Das 26-Stunden-Ticket für alle Veranstaltungen kostet sieben, ermäßigt fünf Euro und ist unter anderem bei denn’s Biomarkt, Teltower Damm 299, Clayallee 177 und Chausseestraße 21, bei Weichardt-Brot, Clayallee 333 sowie im BVG-Kundenzentrum im Einkaufszentrum „Das Schloss“, Schloßstraße 34, erhältlich. Tickets für Einzelveranstaltungen kosten vier Euro und sind nur vor Ort erhältlich. uma

Die reservierungspflichtigen Veranstaltungen und mehr Infos auf https://2017.langertagderstadtnatur.de/
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