Der Regierende Bürgermeister schlägt neue Ehrengräber vor

Steglitz-Zehlendorf. Letzte Ruhestätten von Persönlichkeiten mit besonderer Bedeutung für Berlin sollen auf Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) als Ehrengrabstätten anerkannt werden. Fünf davon liegen im Bezirk.

Geehrt werden sollen Rut Brandt (1920-2006), Ehefrau von Willy Brandt, die auf dem Waldfriedhof Zehlendorf begraben ist. Auf dem Waldfriedhof Dahlem sollen die Ruhestätten des Architekten Paul Kleihues (1933-2004), des Theater- und Filmkritikers Friedrich Luft (1911-1990) und des Ägyptologen und Direktor des Ägyptischen Museum, Adolf Ermann (1854-1937) zu Ehrengrabstätten werden. Das gilt auch für das Grab des Verlegers Axel Cäsar Springer auf dem Friedhof Nikolassee.

Für weitere 20 Jahre verlängert werden sollen 124 bestehende Ehrengrabstätten, darunter die von Hermann von Helmholtz (1821-1894), Physiker und Physiologe, auf dem Friedhof Wannsee II und die Ruhestätte des Schriftstellers von Erich Mühsam (1878-1934) auf dem Waldfriedhof Dahlem.

Seit dem Senatsbeschluss über Ehrengrabstätten 2010 ist unter anderem die Ruhestätte von Richard von Weizsäcker (1920-2015) auf dem Waldfriedhof Dahlem hinzugekommen.

Die Vorschläge zu den neuen und den zu verlängernden Ehrengrabstätten werden jetzt dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme unterbreitet. Die Zahl der Ehrengrabstätten in Berlin beträgt 667, in Steglitz-Zehlendorf sind es 162. Diese Grabstätten sind Ausdruck der Ehrung Verstorbener, sich besonders um Berlin verdient gemacht haben.

Die Anerkennung als Ehrengrabstätte erfolgt frühestens fünf Jahre nach dem Tod für einen Zeitraum von 20 Jahren. Das jeweils zuständige Bezirksamt ist für die Grabpflege und die Instandhaltung zuständig, sofern die Kosten dafür nicht von Angehörigen oder Dritten getragen werden. uma
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