Die BSR installiert im Grunewald weitere Abfallbehälter

Steglitz-Zehlendorf. Hundekottütchen auf Waldwegen stinken und sorgen bei Spaziergängern für heftigen Ekel. Genau wie auf öffentlichem Straßenland müssen sie in Abfallbehältern landen. Nicht jeder hält sich daran - was auch an fehlenden Mülleimern liegt.

Zumindest in dieser Hinsicht ist jetzt Abhilfe in Sicht: Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) haben auf Veranlassung des Bezirksamtes an zwölf Stellen neue Papierkörbe aufgestellt. Ein besonders neuralgischer Punkt ist die Strecke zum Jagdschloss Grunewald. Prall gefüllte, an Zäune gehängte Tütchen säumen zum Ärger von Anwohnern und Spaziergängern den Weg. Auch rund um Schlachtensee und Krumme Lanke liegen die eingepackten Häufchen einfach auf dem Waldboden.

"Im Wald dürfen die Hinterlassenschaften der Hunde nur dort liegenbleiben, wo sie die Allgemeinheit nicht belästigen", sagt Umweltstadträtin Christa Markl-Vieto (B‘90/Grüne). "Auf Wegen, Parkplätzen und Erholungsflächen müssen sie eingesammelt und entsorgt werden." Jetzt hofft sie, dass die Hundebesitzer die Tüten bis zum ersten Papierkorb, an dem sie vorbeikommen, mitnehmen.

Anzahl und Standorte der vorhandenen Abfallkörbe an den Übergängen von Wald zum bewohnten Gebiet wurden überprüft. Manche Stellen waren laut der Grünen-Stadträtin ausreichend bestückt. An anderen war eine Aufstockung nötig. Dort hängen jetzt zusätzliche BSR-Papierkörbe an Lichtmasten und Verkehrszeichenpfosten. Sechs neue gibt es entlang des Quermatenwegs, zwei in der Terrassenstraße, zwei Am Schlachtensee, jeweils einen im Elvirasteig und im Hüttenweg Ecke Petersberg.

Es handelt sich um die Berliner Standard-Papierkörbe. Die heißen "Venta" und fassen 70 Liter, wie BSR-Sprecher Thomas Klöckner erläutert. "Wir haben an den Strecken bereits Papierkörbe hängen und nehmen die neuen in die Entleerungstouren mit auf."

Im Vorfeld des seit 15. Mai geltenden Hundeverbots an Schlachtensee und Krummer Lanke kritisierten viele Bürger den Mangel an Abfallkörben. Zwar dürfen die Vierbeiner jetzt nicht mehr direkt an den Seen laufen, aber immerhin ist jetzt für mehr Sauberkeit auf den anderen Wegen gesorgt.


Ulrike Martin / uma
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