Ehrung für stille Heldin: Platz nach Lucie Strewe benennen

Berlin: Busseallee |

Zehlendorf. Der kleine Platz an der Straßenspitze Busseallee/Fischerhüttenstraße wird nach der stillen Heldin Lucie Strewe benannt. Dies beschlossen die Bezirksverordneten in ihrer jüngsten Sitzung auf einen Antrag der Grünen-Fraktion hin.

Lucie Strewe (1885-1981) lebte bis zu ihrem Tod wenige Meter von diesem Platz entfernt in der Fischerhüttenstraße 56a. Begraben ist sie auf dem Waldfriedhof Zehlendorf. Strewe hat im Nationalsozialismus Verfolgte unterstützt. Der Berliner Senat hat sie 1966 als unbesungene Heldin geehrt. Über ihr Wirken können sich Interessierte etwa im Jahresband 2014 des Heimatvereins Zehlendorf informieren. Nachfahren der Familie Strewe haben inzwischen eine Stiftung Lucie Strewe gegründet, sie sich nach dem Vorbild ihrer Namensgeberin für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit einsetzt. Der nach Lucie Strewe zu benennende Platz ist bereits beim bezirklichen Tiefbauamt angemeldet worden. Der Platz hat keine Hausnummern, so dass es bei einer Benennung keine Probleme mit Adressänderungen geben wird. uma
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