Fälschungsaffäre überschattet CDU-Kreisparteitag

Steglitz-Zehlendorf. Der spannende Kampf im CDU-Kreisverband Steglitz-Zehlendorf um die Kandidatur für den Wahlkreis bei den Bundestagwahlen ist entschieden: Thomas Heilmann ging um die heiß geführte Auseinandersetzung als Sieger hervor.

Der größte Berliner CDU-Kreisverband hat den früheren Justizsenator am Sonntag, 19. März, nominiert. Von 682 abgegebenen Stimmen entfielen 378 auf Heilmann. Sein Kontrahent, der langjährige Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann, erhielt 252 Stimmen. Darüber hinaus gab es 41 Nein-Stimmen, zehn Enthaltungen und eine ungültige Stimme. Beim ersten Versuch am 1. März war es zu einem Patt gekommen, die Kandidaten erhielten jeweils 245 Stimmen.

Im Vorfeld der Entscheidung sorgte eine Fälschungsaffäre für viel Wirbel. Nach einer parteiinternen Untersuchung soll Wellmann an der Fälschung einer Mitgliederbefragung beteiligt gewesen sein. Bei der Umfrage ging es darum, ob über die Besetzung von Ämtern und Mandaten künftig die Mitglieder des Kreisverbands entscheiden sollen oder wie bisher die Delegierten. Wellmann vertrat das Delegiertenprinzip, Heilmann war für die Mitgliederabstimmung. Von den Umfragebögen stellten sich 350 als gefälscht heraus.

Die gegen ihn gerichteten Vorwürfe wies Wellmann zurück und bezichtigte Heilmann einer Intrige. Eine mögliche Ermittlung der Staatsanwaltschaft wird noch geprüft. uma
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