Krumme Lanke und Schlachtensee: Hunde nur angeleint auf Uferwegen erlaubt

Auf den Uferwegen sind Hunde derzeit erlaubt, müssen aber an der Leine laufen. (Foto: Erna-Graff-Stiftung)
Berlin: Schlachtensee |

Steglitz-Zehlendorf. Mit oder ohne Hund zur Krummen Lanke und zum Schlachtensee? Es herrscht Verunsicherung. Was ist aktuell erlaubt und was nicht?

Nachdem das Verwaltungsgericht Berlin zwei Mal das vom Bezirksamt erlassene Hundeverbot direkt an den Seen gekippt hat, dürfen die Vierbeiner nur auf den Uferwegen an bis zu zwei Meter langen Leinen mitgeführt werden. Das gilt sowohl für die südliche Seite, für die der Bezirk verantwortlich ist, als auch für die nördliche, die zu den Berliner Forsten gehören. Hundefreie Zonen sind die Gewässer selber, Kinderspielplätze und öffentliche Badestellen. Blinden- und Begleithunde sind allerdings prinzipiell von der Leinenpflicht ausgenommen.

Frei laufen können Bello und seine Kumpels im ausgewiesenen Hundeauslaufgebiet nördlich der Seen. Dessen Grenzen sind auf der Homepage der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz dargestellt.

Unterdessen hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit der aktuell geplanten Ausweisung von erweiterten Naturschutzflächen im Grunewald und damit im Hundeauslaufgebiet die Hundefreunde in Alarmbereitschaft versetzt. Die Bürgerinitiative (BI) Berliner Schnauzen befürchtet eine Ausweitung der Leinenpflicht und eine Verkleinerung des Auslaufgebiets.

Umweltstadträtin Maren Schellenberg (B‘90/Grüne) sieht für solche Sorgen derzeit keinen Anlass. Die geplante Verordnung enthalte kein Mitnahmeverbot für Hunde oder eine Einschränkung in Bezug auf das Auslaufgebiet. Allerdings gibt sie zu, dass dies nicht für alle Zukunft ausgeschlossen ist. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann ich keine Aussagen dazu machen, ob zur Erreichung des Schutzzwecks Einschränkungen notwendig sein werden.“

Die BI Berliner Schnauzen will die weitere Entwicklung beobachten und hinterfragen. „Was passiert mittel- und langfristig im Hundeauslaufgebiet?“ fragt Sprecherin Beate Fischer. „Wir sind der Meinung, dass es noch jede Menge Informationsbedarf gibt.“

Bezirksamt, Senatsverwaltung und Forsten arbeiten derzeit daran, die aktuelle Rechtslage mit Kennzeichnungen, Schildern und Übersichtskarten bürgerfreundlich dazustellen. Dieses Ziel soll bis Mai umgesetzt sein. uma
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