Stadträte wollen 2015 vor allem die Dienstleistungen für Bürger verbessern

Steglitz-Zehlendorf. Kein Geld für die Schulsanierung und stundelanges Warten in den Bürgerämtern gehörten 2014 zu den großen Problemen im Bezirk. Im neuen Jahr soll einiges besser werden. Die Stadträte stehen in den Startlöchern.

Für Stadtrat Norbert Schmidt (CDU) steht der Wunsch nach mehr Personal an erster Stelle. "Die Bürger klagen über lange Wartezeiten, bei unseren Mitarbeitern gibt es immer mehr Überlastungsanzeigen, der Krankenstand wächst", erklärt der Sozial- und Stadtentwicklungsstadtrat. Der Senat müsse zur Einsicht gebracht werden, sagt der Stadtrat. Der Beschluss des Rates der Bürgermeister, mehr Stellen für die Bezirke zu fordern, sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

2014 war auch für Michael Karnetzki (SPD), Stadtrat für Immobilien und Verkehr, durch den Personalnotstand im Baubereich geprägt: "Knapp zehn Prozent der Finanzmittel aus dem Schulanlagensanierungsprogramm konnten aus diesem Grund leider nicht umgesetzt werden." Das entspricht 700 000 Euro. Zudem hätten "Strukturanpassungen" Arbeitsabläufe verzögert. "Diese Anpassungen werden aber ihre Früchte tragen. Ich verspreche mir 2015 eine effektivere Aufgabenerledigung."

Cerstin Richter-Kotowski (CDU), zuständig für Bildung, Kultur, Sport und Bürgerdienste, hofft darauf, dass sich die Situation in den Bürgerämtern in diesem Jahr entspannt. Seit Dezember werden Termine für die Sprechstunden in den Bürgerämtern nur noch per Telefon oder per Internet vergeben. Richter-Kotowski: "Wir erproben das Modell derzeit. Ich erhoffe mir davon, dass es 2015 nicht mehr zu solch langen Warteschlangen wie 2014 kommt."

Christa Markl-Vieto (B’90/Grüne), zuständig für Jugend, Gesundheit, Umwelt und Tiefbau, möchte ebenfalls Wartezeiten für Bürger verkürzen, speziell bei der Auszahlung des Elterngeldes. "Zeitweise mussten und müssen wir noch unsere Türen schließen, um die bereits gestellten Anträge abzuarbeiten." Eine personelle Aufstockung soll jetzt aber Abhilfe schaffen. "Unser Ziel ist es, das Elterngeld innerhalb von acht Wochen nach vollständiger Antragstellung ausgezahlt zu haben", erklärt die Stadträtin.


Ulrike Martin / uma
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