Das Duo Fernando und Hans spielt Samba und Bossa Nova

Fernando Francisco de Souza Lucas (links) und Hans E. Schiemann spielen brasilianische Rhythmen. (Foto: M. Schmidt)

Zehlendorf. Eigentlich sind sie brasilianischer Journalist und deutscher Computerexperte. Doch eine zufällige Begegnung machte jüngst aus den beiden ein Gitarren-Duo, das sich auf brasilianische Musik spezialisiert.

Am Die beiden arbeiten für die antroposophische "Gesellschaft zur Förderung musischer Erziehung und Lebensgestaltung (GzF) e.V.", die sich der Arbeit mit behinderten Heranwachsenden widmet. Während Schiemann in der Einrichtung in der Argentinischen Allee die Computer betreut, kam Fernando Francisco de Souza Lucas als BuFDi nach Deutschland. Der Bundesfreiwilligendienst löste 2011 den Zivilen Ersatzdienst ab. Nach "Aussetzung" der Wehrpflicht kommen so auch Freiwillige aus anderen Ländern nach Deutschland, um als Freiwillige Dienst auf Taschengeldbasis zu leisten.Fernando kam aus Recife in Pernambuco im äußersten Nordosten Brasiliens, nur 8 Grad südlich des Äquators. Das ist eine der heißesten Regionen des Landes, wo die Temperatur selten unter 25 Grad sinkt.

Mitte dieses Jahres kam Fernando, der in Brasilien soziale Kommunikation studiert hat, zur Stadtgemeinschaft Berlin der GzF in die Argentinische Allee, wo er Hans Schiemann traf.

Das war ein Glück. Der 48-jährige Schiemann spielt seit seiner Jugend Konzertgitarre, auch Barock und Klassik. Vor ein paar Jahren entdeckte er indes seine Liebe zur brasilianischen Musik. So kamen die beiden Musiker zusammen und proben seither Samba und Bossa Nova, so oft sie können, für ihre Auftritte - neben ihrer 40-Stunden-Arbeit. Fernando singt auch.

26 Stücke umfasst ihr Repertoire, darunter Klassiker von João Gilberto und Antônio Carlos Jobim, bekannt geworden mit seiner "Garota de Ipanema". Ihr Traum ist es, vor größerem Publikum in der Petruskirche oder der Schwartz’schen Villa aufzutreten. Am 18. Januar um 19 Uhr steht erst einmal ein Auftritt im Mehrgenerationenhaus Phoenix, Teltower Damm 228, bevor. Noch weiß der Brasilianer nicht, wie lange er in Deutschland bleiben wird, aber Berlin und insbesondere den Südwesten findet er "cool".


Martinus Schmidt / mst
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