Grünen-Stadträtin und die BSR ringen um Abfallkörbe

Auf den ersten Blick schön. Doch viele Bürger ärgern sich über den zunehmend vermüllten Mexikoplatz. (Foto: M. Schmidt)

Zehlendorf. Viele Bürger sorgen sich um den Zustand des Mexikoplatzes. Insbesondere herumfliegender Abfall verschandelt das Gartendenkmal.

Der zunehmende Unrat zwischen Argentinischer und Lindenthaler Allee und seine Verteilung "durch Krähen, Tauben und andere Kleintiere" auch am Mexikoplatz verärgere viele Zehlendorfer, sagte die CDU-Bezirksverordnete Sabine Lehmann-Brauns. Angelegt wurde der Platz 1905 bis 1907 von Gartenbaudirektor Emil Schubert. Vor 54 Jahren erhielt er den heutigen Namen.

Umweltstadträtin Christa Markl-Vieto (B’90/Grüne) ging in der vergangenen Sitzung der Bezirksverordnetenersammlung (BVV) am Mittwoch, 13. November, auf das Thema ein. Zuständig für die Abfallbehälter an der Stelle sei die Berliner Stadt-Reinigung (BSR), erklärte die Stadträtin in ihrer Antwort auf die Anfrage der CDU-Verordneten. Ihr Amt hat nach eigenen Angaben bereits vor Monaten bei der BSR um die Installation von mehr Mülleimern gebeten. Bisher allerdings ohne Erfolg. Die Stadtreinigung habe sich bisher zu den Wünschen des Bezirks nicht geäußert.

Die BSR betreibt laut Sprecherin Sabine Thümler fünf seiner rund 21 500 Papierkörbe am Mexikoplatz. Sie zeigte auf Nachfrage kein Verständnis dafür, dass das Bezirksamt nach weiteren Papierkörben ruft. Die Anzahl der Körbe reiche.

Laut Lehman-Brauns sind die Papierkörbe aber ständig voll und reichten nicht aus. Dies habe sie aus Gesprächen mit Bürgern erfahren. Diese hätten sich ihr gegenüber "entsetzt" darüber geäußert, dass keine Schilder mehr auf die "Geschützte Grünanlage" hinwiesen. Als "Grünanlage" sei der Mexikoplatz nie geführt worden, entgegnete die Grünen-Politikerin. Es handele sich bei der Anlage mit zwei Springbrunnen, Rasen und Bänken um "Straßenbegleitgrün."

Auf der Website des Umweltsenators ist tatsächlich von einem "der schönsten Schmuckplätze" Berlins die Rede, der heute unter Denkmalschutz stehe: "Die farbenfrohe Grünanlage und das Café mit Kiosk in der Bahnhofsvorhalle laden zu allen Jahreszeiten zum Verweilen ein." Laut Lehmann-Brauns sollte das Bezirksamt der BSR zur baldigen Installation von weiteren Abfalleimern "noch mehr auf die Füße treten."


Martinus Schmidt / mst
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