Knauer erhielt Innovationspreis 2013

Geschäftsführerin Alexandra Knauer hält den Preis in die Höhe. (Foto: KNAUER)

Zehlendorf. Unter 135 Firmen und sieben Nominierten hat sich das Steglitz-Zehlendorfer Unternehmen Knauer behauptet. Der Hersteller von Labormessgeräten wurde am 6. Dezember mit dem Innovationspreis Berlin Brandenburg 2013 ausgezeichnet.

Die Zahl der ausgelobten Preise war bis zum Schluss geheim gehalten worden. Am Ende waren es vier Preisträger, die sich über eine Auszeichnung freuen konnten. Für die Firma Knauer nahm Geschäftsführerin Alexandra Knauer den Preis im Rahmen einer Galaveranstaltung im Potsdamer Hans Otto Theater entgegen.

In seiner Laudatio betonte Stephan Hoffmann, Bereichsleiter Wirtschaftsförderung bei der Investitionsbank Berlin, dass Innovationen oft aus dem Mittelstand kommen und zu marktfähigen Lösungen werden. Dabei spielten Kooperationen mit jungen Forschern eine Rolle. So geschah es auch im Fall des prämierten Contichrom-Systems. Die Firma Knauer arbeitete hier mit der Schweizer ChromaConAG zusammen.

"Wir freuen uns besonders über diesen Preis, denn durch ihn wird nicht nur die erfolgreiche Arbeit unserer Entwicklungsteams honoriert. Wir erhoffen uns auch einen Schub für die Bekanntheit dieser ganz neuen Technik", sagte Alexandra Knauer nach der Verleihung.

Im Laufe von vier Jahren entstand bei Knauer aus der Idee ein marktreifes Produkt, mit dem wertvolle Biomoleküle wie Antikörper für Impfstoffe gereinigt werden können. Und das mit hoher Ausbeute. Denn selbst noch zum Teil verunreinigte Zielsubstanz wird im Contichrom System recycelt. Im klassischen System würde sie in den Abfall wandern. Die Ausbeute der reinen Zielsubstanz kann dadurch um 50 Prozent erhöht werden.

Das Berliner Unternehmen Knauer mit derzeit 120 Mitarbeitern ist seit mehr als 50 Jahren Entwickler und Hersteller von Hightech-Messgeräten für Labor und Wissenschaft. Schwerpunktmäßig werden Systeme entwickelt, mit denen Substanzgemische aufgetrennt und die einzelnen Bestandteile ermittelt werden. Die Einsatzgebiete reichen von der Analyse von Umweltschadstoffen in Trinkwasser, Medikamentenspuren in Blutproben bis zu Qualitätsprüfung oder Reinigung von pharmazeutischen oder chemischen Produkten.

Der Innovationspreis wird seit 1992 jährlich vergeben. Er soll mutige Unternehmen mit innovativen Ideen bekannt machen.


Karla Menge / KM
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