Umstrittene Fassade des Jagdschlosses im November fertig

Trotz Protesten von Bürgern steht die Wiederherstellung der Fassade vor ihrem Abschluss. (Foto: M. Schmidt)

Zehlendorf. Die Wiederherstellung des 2003 durch einen Brand beschädigten Jagdschlosses Glienicke steht trotz Protesten gegen die 1964 modernisierte Fassade nach Auskunft des Bezirksamtes vor ihrem Abschluss.

"Die Bauarbeiten gehen entsprechend dem Beschluss des Bezirksamts vom Mai dieses Jahres planmäßig weiter", sagte der zuständige Bezirksstadtrat Michael Karnetzki auf Anfrage.Die 14 Millionen Euro teure Restaurierung des Gebäudes werde im kommenden November fertig sein. Allein die umstrittene Fassade werde etwa 230 000 Euro kosten. Der durch fast 1500 Unterschriften unterstützte "Einwohnerantrag" verschiedener Bürgerinitiativen gegen die Wiederherstellung des 1964 angebauten Erkers durch Max Taut hat nach Karnetzkis Angaben keinen Einfluss auf die derzeitigen Baumaßnahmen.

Mit dem Thema wird sich auch die kommende Bezirksverordnetenversammlung am 19. September erneut befassen. Der Bezirk soll sich nach dem Willen der Unterschriftensammler an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wenden, der die laufenden Bauarbeiten aufhalten könnte. Nur widerwillig und auf Druck des Senats hatte Steglitz-Zehlendorf den im vergangenen Jahr beschlossenen Baustopp am Jagdschloss aufgehoben.


Martinus Schmidt / mst
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