Diakonieverein lädt ein zur Diskussion über Obdachlosigkeit

Wann? 01.03.2016 19:30 Uhr

Wo? Van Delden Haus, Busseallee 23, 14163 Berlin DE
Wie Obdachlosen geholfen werden kann, darum geht es im Van Delden Haus am 1. März. (Foto: Heino Pattschull)
Berlin: Van Delden Haus |

Zehlendorf. Vergessen wir bei der aktuellen Flüchtlingsdebatte die Ärmsten in unserer Gesellschaft? Um diese Thematik geht es bei einer Podiumsdiskussion des evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf am Dienstag, 1. März.

Die Zahl der Obdachlosen, die auf der Straße leben, wird offiziell nicht erhoben. Nach Schätzungen sind es in Berlin mehr als 3000. Unter diesen Menschen sind laut Berliner Bahnhofsmisson mehrere hundert an Demenz erkrankte Senioren, psychisch Kranke, körperlich Behinderte, schwangere Frauen und Minderjährige. Ein erschreckendes Beispiel aus jüngster Zeit: Vor wenigen Wochen, Mitte Januar, ist der Obdachlose Thomas W. den Kältetod gestorben. Er wurde 6 Uhr morgens erfroren aufgefunden, mitten auf dem Kurfürstendamm.

Es stellen sich Fragen, über die diskutiert werden soll: Müssen im reichen Deutschland tatsächlich Menschen auf der Straße leben? Kann Obdachlosigkeit vermieden werden? Wie fühlt es sich an, obdachlos zu sein? Was tut die Politik? Was kann jeder Einzelne tun?

Auf dem Podium sitzen Dirk Gerstle (CDU), Staatssekretär für Soziales, Ina Czyborra (SPD, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und frauenpolitische Sprecherin, Dieter Puhl, Leiter der Berliner Bahnhofsmission am Zoologischen Garten und die Journalistin. Moderator ist Oscar Tiefenthal, Leiter der evangelischen Journalistenschule Berlin.

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch das Projekt „Unsichtbar – Ein Leben auf der Straße“ vorgestellt. Dabei geht es um Portraits und Schicksale von Berliner Obdachlosen, die in Zusammenarbeit der Bahnhofsmission und der Berliner Morgenpost entstanden sind.

Die Diskussionsrunde findet in der Reihe „Zehlendorfer Impulse“ statt, die anlässlich des 120-jährigen Jubiläums des Diakonievereins 2014 ins Leben gerufen wurde. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr, im Van Delden Haus, Busseallee 23-25. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Mit dem Erlös wird die Bahnhofsmission unterstützt und die Milaa gGmbH, eine Tochter des Diakonievereins. uma

Mehr Informationen auf www.diakonieverein.de.
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