Hertha 03 im Berliner Pilsner Pokal weiter – nun kommt der Spitzenreiter

Hertha 03 Zehlendorf – hier Rici Bokake-Befonga (rot) – erreichte gegen den SC Union 06 souverän die dritte Pokalrunde. Foto: Michael Nittel (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Ernst-Reuter-Sportfeld |

Zehlendorf. Die Fußballer von Hertha 03 Zehlendorf haben sich erwartungsgemäß für die dritte Runde um den Berliner Pilsner Pokal qualifiziert. Der Oberligist setzte sich am Sonnabend, 8. Oktober auf dem heimischen Ernst-Reuter-Sportfeld deutlich mit 7:1 (5:0) gegen den Bezirksligisten SC Union 06 aus Moabit durch.

„Wenn man gegen eine Mannschaft antreten muss, die drei Spielklassen tiefer spielt, dann ist das natürlich eine Pflichtaufgabe, die man erst einmal erfüllen muss“, erläuterte Zehlendorfs Trainer Markus Schatte. „Das haben wir in der ersten Halbzeit gut gemacht – nach dem Wechsel ist es uns allerdings nicht gelungen, die Spannung hoch zu halten. Und das hätte ich schon gern gesehen.“ Die Treffer für den Oberligisten erzielten Faton Ademi und Efräim Gakpeto (je zwei) sowie Mike Ryberg, Felix Robrecht und Samuel Agyei-Yeboah. Der Coach nutzte diese Partie aber auch dazu, Spielern Einsatzzeit zu geben, die in dieser Saison noch nicht ganz so oft zum Zug gekommen waren. „Auch von diesen Jungs erwarte ich eine konzentrierte Leistung und dass sie mir zeigen, dass sie in die erste Elf wollen. Und das ist heute – speziell in der zweiten Halbzeit – nicht allen gelungen.“

Doch unter dem Strich stand der Einzug in die dritte Pokalrunde – einen Wettbewerb, der für den Trainer sehr wichtig ist: „Der Pokal ist eine äußerst attraktive Geschichte – vor allem, wenn man weit kommt und dann, wie wir im letzten Jahr, auf einen Regionalligisten wie den Berliner AK trifft und diesen dann auch besiegen kann. Das war unbestritten ein Highlight unserer letzten Saison.“ Dass man im Anschluss am Berlin-Ligisten BFC Preussen scheiterte, wurmt Markus Schatte allerdings noch heute ein wenig. Vor allem, wenn man bedenkt, wohin der Weg der Lankwitzer später führte – nämlich zum Pokalsieg, dem DFB Pokal-Duell mit dem 1. FC Köln, Einnahmen in einem sechsstelligen Bereich und einer großen medialen Aufmerksamkeit. „Natürlich hat man das noch im Hinterkopf. Und genau das macht den Reiz dieses Wettbewerbes ja auch aus. Auch deshalb wollen wir so weit wie möglich kommen.“

Doch nun gilt der Fokus erst einmal dem Ligabetrieb. Und dort laufen die Herthaner den eigenen Ansprüchen hinterher. Denn mit dem Saisonstart – zwei Siegen, drei Remis und zwei Niederlagen – ist man alles andere als zufrieden. Zwar haben die Zehlendorfer viele Verletzte zu beklagen. Doch das lässt Schatte als Ausrede nicht gelten. „Nein, darauf möchte ich es nicht schieben. Wir hätten auch mit den Spielern, die mir zur Verfügung standen und stehen, mehr Punkte erzielen müssen. Dafür hat unser Kader einfach zu viel Qualität.“ Doch der Coach ist zuversichtlich, dass der 2:1-Erfolg am letzten Spieltag beim Spitzenteam FC Anker Wismar die Wende zum Besseren gewesen sein könnte.

Entsprechend freut man sich in Zehlendorf auf den nächsten Spieltag in der Oberliga. Denn dann empfängt Hertha 03 den überraschenden Spitzenreiter CFC Hertha 06 zum Derby. Mit einem Sieg könnte man den Abstand zu den Spitzenplätzen auf sechs Punkte verringern. „Hertha 06 hat eine gute Qualität und ist vor allem im Spiel nach vorn sehr stark“, warnt Schatte. min

Das Derby auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld wird am Sonntag, 16. Oktober um 14 Uhr angepfiffen.
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