Viel auf einmal

Bereits am Sonntag voller Vorfreude gedacht – morgen ist Montag, und dann ganz sacht: Ich werde mit dem Fahrrad zu Arbeit fahren und mir damit das Ticket für die BVG sparen! Schon am Vorabend den Drahtesel aus dem Keller getragen – auf dem Sattel noch die Staubreste des Winters lagen.
Welche Route fahre ich vom Südkreuz bis zum Kurfürstendamm? Eine Strecke, nicht allzu stramm – vorbei an Pendlern, die mir müde erscheinen. Nicht so wie ich, denn ich werde am Ende viel haben in den Beinen! Geradeaus über die Dominicusstraße – der Duft von Döner und Falafel in der Nase – weiter vorbei an „zwei Kilo Äpfel für 3€“ hin zu leichten Mädchen, für den kleinen Euro, in der Bülowstraße, auf meinem Rädchen.
Glanz und Gloria trifft mich am „KadeWe“ – vorsichtig, denn die korrekte Straßenführung scheint hier passé. Busse, Autos und das eine oder andere Fahrrad leiten mich dann doch auf den richtigen Pfad. Vorbei an schicken Geschäften, protzigen Menschen über den Olivaer Platz, wo da singet der eine oder andere Spatz. Noch ganz beseelt von diesen Eindrücken, werde ich mein Fahrrad nach rechts in die Duisburger Straße einrücken. Und mich schon freuen auf die Rückfahrt – vielleicht auf eine andere Art. Über die Konstanzer Straße, Fehrbelliner Platz, ganz ohne Hatz, den Verkehr genießen und mich dabei entschließen, das Fahrrad öfter aus dem Keller zu hieven! Soviel Impressionen gibt es selten – es lebe Berlin, in seinen ganz eigenen Welten!
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