Zur Frühschicht in die Sternwarte
Am 21. Januar ist in Berlin wieder eine Mondfinsternis zu sehen

Sternwartenchef Felix Lühning am 500-Millimeter-Spiegelteleskop. Auch diese Fernrohr wird auf den Mond ausgerichtet.
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  • Sternwartenchef Felix Lühning am 500-Millimeter-Spiegelteleskop. Auch diese Fernrohr wird auf den Mond ausgerichtet.
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Haben Sie am Morgen des 21. Januar schon was vor? Wenn nicht, und falls Sie sich für Astronomie interessieren, könnte die Archenhold-Sternwarte im Treptower Park ihr Ziel sein.

An diesem Tag findet eine totale Mondfinsternis statt, die in Berlin zumindest in Teilen beobachtet werden kann. Die Archenhold-Sternwarte öffnet deshalb außer der Reihe morgens schon um 4 Uhr ihre Türen. „Bei uns stehen mehrere mobile Fernrohre und unser Zeiss-Spiegelteleskop für die Beobachtung des Mondes zur Verfügung. Die eigentliche Finsternis beginnt um 4.33 Uhr, von 5.40 bis 6.43 Uhr hat die Verdeckung des Mondes ihre totale Phase. Das Ende der Mondfinsternis um 7.51 Uhr, bei der der Mond den Schatten der Erde bereits verlassen hat, wird in Berlin leider nicht mehr zu sehen sein, weil der Mond dann nur noch nahe am Horizont steht“, erklärt Sternwartenleiter Felix Lühning.

Bei der als „Jahrhundert-Finsternis“ bezeichneten Verdeckung des Mondes am 27. Juli 2018 war der Andrang groß. Rund 5000 Astronomiefans waren zur Sternwarte in den Treptower Park gekommen und belagerten Fernrohre und Experten. Bei warmem Sommerwetter war die Finsternis in großen Teilen Berlins gut zu sehen. Ob sie das mit der klaren Sicht jetzt wiederholt, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle sollten sich Astronomiebegeisterte warm anziehen, denn die Beobachtungen finden natürlich im Freien beziehungsweise bei geöffneter Kuppel des Fernrohrhauses statt. „Falls der Mond aus Wettergründen nicht zu sehen sein sollte, bieten wir aber ein Alternativprogramm mit Erklärungen zur Mondfinsternis in unserem Kleinplanetarium an“, verspricht Sternwartenchef Lühning.

Und dann hat er noch Tipps für alle, denen der Weg in den Treptower Park am Morgen eines Montags zu weit ist. „Geeignet ist eine Stelle mit freier Sicht in Richtung Südwest-West, außerdem ein guter Feldstecher oder ein Perspektiv mit maximal 25-facher Vergrößerung. Wer für sein Fernrohrersatz noch ein Stativ zur Verfügung hat, ist auf der sicheren Seite. Zu Beginn der Finsternis steht der Mond 16 Grad über dem Horizont, sollte also gut zu sehen sein“, sagt Lühning.

Die Archenhold-Sternwarte, Alt-Treptow 1, ist am 21. Januar ab 4 Uhr bis gegen 7.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Wer mit dem Auto kommt, findet auf dem Parkplatz am nahen Gasthaus „Zenner“ eine Abstellmöglichkeit.

Wissenswertes: www.mofi2019.de.

Sternwartenchef Felix Lühning am 500-Millimeter-Spiegelteleskop. Auch diese Fernrohr wird auf den Mond ausgerichtet.
Felix Lühning vor einer großen Mondkarte.
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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