Meinungen zum Wohnprojekt Bruno-Taut-Straße 6 gefragt

Architekt Christian Beck vom Büro wiechers beck erklärt das Projekt Bruno-Taut-Straße 6. Foto: Steffi Bey
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Bohnsdorf. Auf einem seit Jahren brachliegenden Gewerbegebiet an der Bruno-Taut-Straße 6 sollen rund 360 Wohnungen entstehen. Jetzt ist die Meinung der Bürger zum Projekt gefragt.

Der Veranstaltungsort war ungewöhnlich – in einer heruntergekommenen, offenen Halle in der Nähe des Plumpengrabens. An den mit Graffiti beschmierten Wänden hingen große Tafeln mit den Wettbewerbsergebnissen der sieben beteiligten Architekturbüros.

Vor allem der Siegerentwurf von wiechers beck interessierte die rund 60 Bohnsdorfer, die zum Startschuss der frühzeitigen Bürgerbeteiligung gekommen waren.

„Bislang gibt es nur Gerüchte, ich will wissen, was wirklich auf dem Gelände passiert“, sagte Elisabeth Rünger. So dicht wie möglich stellte sich die ältere Dame vor das preisgekrönte Projekt und verfolgte die Ausführungen von Christian Beck.

Der Architekt deutete auf einen langen, fünfgeschossigen Riegel, der einen modernen Wohnblock bildet und den Lärm des Schienen- und Autoverkehrs abschirmen soll. „In diesem Komplex sollen rund 130 Studenten-Appartements untergebracht werden“, erklärte Beck. Die Schlafräume liegen auf der schallabgewandten Seite, Richtung Süden.

Außerdem entstehen mehrere Stadtvillen sowie ein Eckgebäude mit drei bis vier Geschossen. Dieser Bau bildet praktisch den Übergang zur benachbarten denkmalgeschützten Siedlung. Schließlich befinde sich das neu zu gestaltende Grundstück an der Bruno-Taut-Straße 6 in der Pufferzone des Unesco-Welterbes „Gartenstadtsiedlung Falkenberg“. Insgesamt sollen zirka 360 Neubauwohnungen errichtet werden.

Geplant sind zudem ein grüner, zentraler Freiraum, Spielflächen und Parkplätze. „Anwohner können ihre Fahrzeuge in der Tiefgarage abstellen“, sagt der Architekt.

Zwei ehemalige Bürohäuser werden gerade zu Hotels umgebaut. Bauherr Mehmed Gezer, Geschäftsführer der 6. Bärlin Invest Immobilien GmbH kündigte an, dass die sanierten Gebäude voraussichtlich ab Frühjahr zur Verfügung stehen.

In Abstimmung mit dem Stadtentwicklungsamt hatte die Grundstückseigentümerin einen Wettbewerb für das Areal nahe des S-Bahnhofs Grünau ausgelobt. Im Rahmen des vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens hat jetzt die frühzeitige Bürgerbeteiligung begonnen. „Geben Sie in den kommenden Wochen ihre Einwände, Bedenken und Anregungen zum Projekt ab“, forderte Ulrike Zeidler, Leiterin des Stadtentwicklungsamts die Bohnsdorfer auf.

Bis sich die Kräne drehen, wird es noch ungefähr zwei Jahre dauern. Zunächst müssten Gutachten, unter anderem zum Verkehr und zum Lärm angefertigt werden. Auf jeden Fall gebe es im Laufe des langwierigen Prozesses eine weitere Bürgerveranstaltung, betonte die Leiterin. Zum jetzigen Zeitpunkt könne deshalb auch noch niemand konkrete Auskunft zu Mieten geben. Fest steht: Laut Gesetz muss ein Anteil von 20 Prozent der Gesamtwohnungszahl gefördert werden. Momentan sei aber die Gesamtzahl noch nicht klar.

Einige Anwesende wollten wissen, ob dringend benötigte Arztpraxen in die neue Siedlung ziehen. Das sei denkbar, erklärte der Bauherr. Ulrike Zeidler informierte, es hätten auch schon Ärzte angefragt. bey

Bis zum 23. September werden die Wettbewerbsergebnisse sowie das weitere Verfahren in einer Ausstellung entlang des Geh- und Radwegs Am Wiesenweg vorgestellt.
Autor:

Steffi Bey aus Köpenick

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