Wettbewerbsergebnisse ausgestellt
Begräbnisstätte für NS-Opfer wird neugestaltet

Auf einer Wand werden künftig die Namen der Opfer aufgeführt.
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  • Auf einer Wand werden künftig die Namen der Opfer aufgeführt.
  • Foto: outside! landschaftsarchitektur
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Auf dem kommunalen Friedhof Altglienicke wird es bald eine Gedenkstätte für hier beigesetzte Opfer der NS-Diktatur geben.

An einem Wettbewerb der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wohnen sowie für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zur Gestaltung der Anlage haben sich elf Arbeitsgemeinschaften aus Landschaftsplanern, Landschaftsarchitekten und Künstlern beteiligt.

Das zentrale Anliegen des Wettbewerbs war das Aufheben der Anonymität der Opfer mit der Benennung aller Namen und Lebensdaten. Ende März tagte das Preisgericht. Den ersten Platz erhielt der Entwurf von outside! landschaftsarchitektur mit den Planern Thomas Leidinger, Katharina Struber und Klaus Gruber aus Wien. Auf Tafeln werden künftig die Namen der Opfer aufgeführt, geschrieben von heute lebenden Menschen. Ab Ende des Jahres soll der prämierte Entwurf umgesetzt werden. Die Baukosten sind mit 200 000 Euro veranschlagt.

Auf dem Friedhof an der Schönefelder Chaussee ruhen die Urnen von über 1360 Opfern des Naziregimes. Überwiegend sind es Menschen, die in Konzentrationslagern starben. Bisher sind die in zwei Grabfeldern ruhenden Toten nicht namentlich benannt. Rund ein Drittel der Opfer sind Polen, der Friedhof ist deshalb auch Gedenkort für viele Hinterbliebene aus Polen. Deswegen war die Polnische Botschaft im Preisgericht vertreten.

Die Wettbewerbsergebnisse werden vom 9. bis 18 April im Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4, ausgestellt. Eröffnung ist am 8. April um 18 Uhr. Zugänglich ist die Ausstellung wochentags von 9 bis 18 Uhr.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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