Was trägt der Schotte unterm Schottenrock?

Stephen und Mike
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oder: Gibt es in der Music Show Scotland "echte" Schotten?

Diese Fragen wurden am 11. März 2017 kurz vor der Schottland-Musik-Show im Velodrom von Stephen, einem schottischen "Leard", Mike einem Schlossverwalter aus Potsdam und dem holländischen Hobby-Dudelsackspieler Johann beantwortet.

Die Berliner Woche hatte 10 Leser zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Zahlen und Fakten

Die Musikshow wird von 416 Mitarbeitern, vorrangig Laien aus Holland, Irland, Belgien, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz bestritten. 100 Tonnen Ladung werden ab Freitag Abend von 40 Leuten aufgebaut. Am Samstagmorgen gibt es dann noch eine Probe der Laienkünstler zu den Abläufen. Die riesige Burgkulisse ist je nach den Räumlichkeiten anpassbar. Kaum hat der letzte Zuschauer nach der Show den Saal verlassen, wird schnell wieder bis zum nächsten Morgen abgebaut.
Mike und Stephen empfingen uns freundlich und beantworteten geduldig alle Fragen.

Die Uniform

Die imposanten Uniformen, die ab 1500€ zu haben sind, waren besonders im Fokus der Aufmerksamkeit. Wir erfuhren, dass jeder Schotte ein Messer bei sich trägt. Betritt er jedoch als Besucher ein Haus, steckt er es sichtbar seitlich in den Strumpf. Der weiche Hut von Johann, dem "Piper" bestand aus Straußenfedern. Mikes Hut war mit mehreren Moorhuhnfedern verziert. Er wies jedoch darauf hin, dass der Hut der Offiziere aus Bärenfell gefertigt wird.

Dudelsack und Schottenrock

Ein Dudelsack kann nur neun Töne spielen und das Erlernen der Atemtechnik ist eine besondere Herausforderung. Leider kam es nicht zu dem angekündigten Dudelsack-Workshop, auf den ich mich besonders gefreut hatte.
Unterm Schottenrock trägt der Schotte noch einen Schottenrock, verriet schmunzelnd Leard (übersetzt Lord) Stephen Salisbury of Glencairn, einer der wenigen echten Schotten der Show, der ausschließlich zur Repräsentation für das neugierige Publikum in bestem Deutsch Rede und Antwort stand.

Persönlicher Eindruck

Die Music Show Scotland war bunt, abwechslungsreich und unterhaltsam. In der Pause gab es die Möglichkeit Andenken, vermutlich Made in China, von den tüchtigen holländischen Mitarbeitern zu kaufen.
Das Velodrom ist nicht so gut für diese Art von Veranstaltung geeignet. Die Akustik und auch die Sicht waren ungünstig. Trotzdem war es ein interessanter und erlebnisreicher Nachmittag, für den ich mich bei der Berliner Woche noch einmal herzlich bedanke!

Tipp

Für alle, die jetzt neugierig geworden sind, kann ich schon verraten, dass die Show am 6. Oktober 2018 in die Mercedes-Benz Arena kommt!

Autor:

Kerstin Blanck aus Baumschulenweg

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