Keine Mieterhöhung und zwei Projekte
Stadt und Land lädt zur Pressekonferenz und Baustellenbegehung an der Briesestraße ein

Stadt-und-Land-Geschäftsführer Ingo Malter auf der Baustelle an der Briesestraße.
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  • Stadt-und-Land-Geschäftsführer Ingo Malter auf der Baustelle an der Briesestraße.
  • Foto: Stadt und Land
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Die städtische Wohnbaugesellschaft Stadt und Land wird in diesem Jahr keine turnusmäßigen Mieterhöhungen verschicken. Hintergrund ist der Mietendeckel des Senats, der Anfang 2020 greifen soll. Das teilte Stadt-und-Land-Geschäftsführer Ingo Malter am 25. Juni bei der Jahrespressekonferenz des Unternehmens mit.

Zwischen 3500 und 3800 Haushalte hätten normalerweise mit einer Steigerung von rund zwei Prozent rechnen müssen. Stadt und Land rechnete mit einem Anstieg der durchschnittlichen Nettokaltmiete von 6 auf 6,17 Cent pro Quadratmeter. „Diese Kalkulation ist nun Makulatur“, so Malter. Wie der Einnahmeverlust ausgeglichen werden soll, sei unklar. „Weniger Neubau, Verzicht auf Personal, vielleicht neue Förderprogramme, ich weiß es wirklich noch nicht.“

Das 2014 formulierte Ziel, den Wohnungsbestand innerhalb von vier Jahren von 39 000 auf 43 000 zu erhöhen, hat die Stadt und Land erreicht – durch Neubau und Ankauf. Inzwischen nennt die Gesellschaft rund 47 000 ihr Eigen. „Und wir wachsen weiter“, sagt Malter.

Die meisten Objekte befinden sich in Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick. Neukölln liegt mit 8283 Wohnungen auf dem dritten Platz. Die meisten sind in der Rollbergsiedlung. „Aber wir haben auch Häuser an der Flughafen-, Wissmann-, Karl-Marx-Straße, an der Hasenheide und im Schillerkiez“, erklärt Henry Strehlke, Servicebüroleiter Neukölln.

Zwei größere Neubauobjekte gibt es im Bezirk. In einem fand die Pressekonferenz statt: im Rohbau zwischen der Briesestraße 16 und Kienitzer Straße 26. Hier entstehen 101 Wohnungen, die Ende 2019 oder Anfang 2020 bezugsfertig sein sollen. Knapp ein Drittel davon wird Menschen mit Wohnberechtigungsschein (WBS) für eine Kaltmiete von 6,50 Euro zur Verfügung stehen. Die freifinanzierten kosten zehn Euro.

Die Anlage fußt auf dem Programm „Urban Living“ der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, das sie 2016 vorgestellt hat. Ziel war, unterschiedliche Wohnformen anzubieten.

Im Bau sind 77 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, darunter ungewöhnlich geschnittene. Da ist zum Beispiel ein 27 Quadratmeter kleines Appartement. Es ist wie die anderen auch über einen Laubengang erreichbar. Öffnet man die Wohnungstür, steht man direkt in einem Raum, der durch einen Vorhang oder eine Schiebetür in Wohnküche und Schlafbereich zu trennen ist. Das Bad ist relativ geräumig, weil rollstuhlgerecht. Der WBS-Berechtigte zahlt dafür unter 300 Euro warm.

Oder die sieben Wohngemeinschaften, von denen sich zwei über zwei Etagen erstrecken. Sie sind in jeweils vier oder fünf private Bereiche mit zwei Zimmern und Bad aufgeteilt, plus einen Gemeinschaftsraum für alle mit Küche und Extrabadezimmer. Diese WGs sind nicht mit einem WBS zu haben.

Schließlich gibt es noch 17 kleinere Atelierwohnungen im Erdgeschoss. Sie sind besonders für Menschen gedacht, die kreativ arbeiten und viel Kontakt nach außen haben wollen – sei es zum großen, begrünten Innenhof, sei es zur Straße hin.

Das zweite Projekt ist der Neubau von rund 900 Wohnungen auf den Buckower Feldern an der Gerlinger Straße (die Berliner Woche berichtete). „Nächstes Jahr beginnen wir mit den Infrastrukturarbeiten. Der Bau von Kanälen, Leitungen und Straßen wird in Angriff genommen“, kündigt Malter an.

Stadt-und-Land-Geschäftsführer Ingo Malter auf der Baustelle an der Briesestraße.
Die Wohnungen sind über Laubengänge erreichbar und gruppieren sich um einen großen Innenhof. Der Turm gehört zur St.-Clara-Kirche an der Briesestraße.

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