Ohne Alkohol wie im Rausch
Präventionsaktion für Schulabgänger

Sie organisierten die Aktionstage: Yvonne Tenner-Paustian, Stephanie Taeger (Polizeidirektion 1), Uwe Karck (im Sitz des Fahrsimulators), Verkehrssicherheitsberater Joe Dey und der Präsident der Landesverkehrswacht, Ingo Schmitt.
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  • Sie organisierten die Aktionstage: Yvonne Tenner-Paustian, Stephanie Taeger (Polizeidirektion 1), Uwe Karck (im Sitz des Fahrsimulators), Verkehrssicherheitsberater Joe Dey und der Präsident der Landesverkehrswacht, Ingo Schmitt.
  • Foto: Bernd Wähner
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Bevor Pankower Oberschüler nach den Sommerferien in den „Ernst des Lebens starten“, nahmen sie noch ein letztes Mal an einer Veranstaltung mit Präventionsbeamten der Polizei teil.

„Na klar, sind wir in Pankow cool, auch ohne Drogen und Alkohol“ ist das Motto dieser Präventionsaktion. Organisiert wurde sie von Bezirksamt, Landesverkehrswacht und Polizei in Zusammenarbeit mit Pankows Bundeswehr-Patenkompanie, dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten und dem THW.

Für junge Leute von heute ist es ganz normal, auf Partys Alkohol zu trinken oder auch mal Partydrogen zu probieren. Viele halten es nicht für möglich, dass sie mit Drogen und Alkohol nicht nur ihre eigenen Gesundheit, sondern auch die anderer gefährden können.

Wer sich nach Alkohol- oder Drogenkonsum hinters Steuer eines Autos setzt, riskiert Leben. Wie man schon nach ein paar Gläschen Bier die Kontrolle verlieren kann, merkte bei der Präventionsaktion zum Beispiel Pascal. Er setzte sich nüchtern ans Steuer eines Fahrsimulators. In diesem Zustand absolvierte er einen Straßenabschnitt mit dem Auto ohne Probleme. Dann wurde der Simulator auf eine Fahrt mit 1,3 Promille umgestellt. Schon nach kurzer Fahrt krachte er gegen ein geparktes Auto. „Dass ich mit so wenig Alkohol schon so langsam reagiere, hätte ich nicht gedacht“, staunte der 17-Jährige.

„Alkohol und Drogenkonsum sind Hauptunfallursachen im Straßenverkehr“, erklärt Uwe Karck von der Landesverkehrswacht Berlin. Gemeinsam mit der Suchtkoordinatorin des Bezirksamtes, Yvonne Tenner-Paustian, organisierte er bereits im elften Jahr diese Aktion.

In den vergangenen Tagen konnten die beiden über 500 Schüler aus 18 Pankow Oberschulen in der Freizeitstätte Landhaus Rosenthal begrüßen. Dass gerade Schulabgänger eingeladen wurden, hat seinen Grund: „Das ist für uns die letzte Chance, sie gezielt mit einer Präventionsaktion zu erreichen. Haben sie die Schule beendet, sind die jungen Leute für uns nur noch schwer zu erreichen“, sagt Uwe Karck.

Manche Schüler machen schon bald nach der Schule ihren Führerschein. Deshalb nutzten die Organisatoren noch einmal die Chance, sie für Themen der Verkehrssicherheit zu sensibilisieren. Dafür wurden sechs Stationen aufgebaut. An einem Auto- sowie an einem Fahrrad-Fahrsimulator konnten die Schüler testen, wie sich ihre Wahrnehmung unter Alkoholeinfluss verändert. An weiteren Station konnten die Schüler ihre Reaktionsschnelligkeit testen. Und es gab ein Erste-Hilfe-Training. Mitarbeiter des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten gaben den Schülern Informationen rund um das Thema Führerschein und Führerscheinentzug. Und dann konnten die Schüler mit einer Rauschbrille auf der Nase testen, wie schwer es ist, im Alkohol- oder Drogenrausch einen vorgegebenen Weg zu absolvieren.

Nach dem Erfolg der Aktion „Na klar, sind wir in Pankow cool, auch ohne Drogen und Alkohol“ in diesem Jahr soll es im kommenden Schuljahr wiederum eine solche Veranstaltung geben.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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