Zahl der Autodiebstähle hat zugenommen
Kriminalität ging insgesamt leicht zurück

Nach der gerade veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik ist die Anzahl der Straftaten in Reinickendorf im vergangenen Jahr stärker zurückgegangen als im Berliner Durchschnitt.

Bedeuteten die Zahl 511.677 Straftaten für die gesamte Stadt einen Rückgang von 1,8 Prozent, entsprechen die im Bezirk registrierten Taten einem Minus von 2,6 Prozent. Im Bezirksvergleich liegt Reinickendorf auf Platz sechs. Starke Unterschiede gibt es jedoch im Bezirk selbst. So gilt die Region Tegel-Süd/Flughafensee mit 5197 Taten nach dem Zahlenwerk als fünftgefährlichster Ort in ganz Berlin. Das liegt an der sogenannten Häufigkeitszahl. Diese setzt die Anzahl der Straftaten ins Verhältnis zu jeweils 100.000 Einwohnern. Der CDU-Verordnete Felix Schönebeck warnt daher vor einer Dramatisierung. So werden seit 2017 alle Straftaten, die auf dem Flughafen Tegel oder in der Justizvollzugsanstalt begangen werden, ebenfalls für diese Region aufgelistet. Durch diese neue Berechnung hat sich die registrierte Kriminalität geradezu verdoppelt.

Zu den Spitzenreitern bei den gezählten Straftaten gehören die Regionen Tegel/Tegeler Forst, Alt-Reinickendorf und Auguste-Viktoria-Allee. Hier gab es 2045, 3408 und 3429 Straftaten. Die wenigsten Taten, im Verhältnis zur Anzahl der Einwohner wurden in Heiligensee/Konradshöhe mit 970, in Frohnau mit 2079 und in Borsigwalde/Freie Scholle mit 1135 Taten gezählt.

Zu lange Anfahrtswege der Polizei

In den ruhigeren Ortsteilen wurde allerdings auch am häufigsten in Wohnungen eingebrochen, in Frohnau allein 160 Mal. Insgesamt sank jedoch auch hier die Zahl der Taten um 7,4 Prozent, mit insgesamt 673 angezeigten Einbrüchen. Um 22 Prozent stieg dagegen die Zahl der Autodiebstähle, von 305 im Jahr 2017 auf 374. Bei den Körperverletzungen gab es einen Rückgang um 2,3 Prozent auf 2878 Fälle, während die Raubdelikte mit 238 Fällen auf dem Niveau von 2017 blieben.

Laut Schönebeck werden die hohen Einbruchszahlen in den äußeren Teilen des Bezirks durch längere Anfahrtswege für die Polizei begünstigt. Hier seien Außenstellen und Nebenwachen einzurichten. Trotz der insgesamt leicht gesunkenen Zahlen sei das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung eher gesunken. Daher müsse mehr Polizei auf die Straße.

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