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CDU hat beim Bezirksamt nachgefragt
Baulärm geht an 21 Schulen weiter

Komplett verhüllt: Vor dem nächsten Jahr wird das Haupthaus der Schule am Gartenfeld nicht fertig.
Komplett verhüllt: Vor dem nächsten Jahr wird das Haupthaus der Schule am Gartenfeld nicht fertig. (Foto: Ulrike Kiefert)

An 21 Spandauer Schulen, darunter zwölf Grundschulen, geht der Baulärm auch nach den Sommerferien weiter. Das hat CDU-Fraktion jetzt vom Bezirksamt erfahren.

Großprojekte oder kleinere Reparaturen: In 41 Schulen sollte in den Sommerferien saniert werden. Doch nicht überall sind die vom Senat angekündigten Bauarbeiten auch wirklich zum Ferienbeginn gestartet.

Mit Folgen. „Mindestens 21 Schulen müssen auch nach den Sommerferien mit dem Baulärm leben“, sagt Thorsten Schatz. Die Zahl hat der Vizefraktionschef der CDU aus der schriftlichen Antwort des Bezirksamtes auf eine Anfrage seiner Partei. Demnach haben „einige Firmen Aufträge für mehrere Schulen angenommen und arbeiten sie nacheinander ab“, begründet Facility-Stadtrat Andreas Otti (AfD). Hinzu komme, dass die Bauzeiten abhängig vom Umfang der Maßnahmen seien. So könnten Großprojekte nicht in sechs Wochen Sommerferien beendet werden und gingen deshalb in Absprache mit den betroffenen Schulen nach dem Sommer oder aber in den Herbstferien weiter. Andernorts laufen die Sanierungen wie etwa an der Schule am Gartenfeld oder der Martin-Buber-Oberschule schon viel länger. Sie wurden in der unterrichtsfreien Zeit nur intensiviert.

Auftragsvergabe überdenken

„Es ist trotzdem sehr bedauerlich“, so Thorsten Schatz, „dass es den beiden zuständigen Stadträten für Facility und Schule nicht gelungen ist, die Belastungen so gering wie möglich zu halten.“ Die Schulen müssten jetzt nicht nur mit dem Personalmangel klarkommen, sondern auch noch mit baulichen Einschränkungen. Dem Bezirksamt hält die CDU vor, Aufträge an Firmen vergeben zu haben, wohl wissend, dass die ihre Aufträge nicht parallel, sondern nur nacheinander abarbeiten können. „Wer so plant, nimmt in Kauf, dass der Unterricht schon zu Beginn des neuen Schuljahres nicht ordnungsgemäß ablaufen kann“, kritisiert Schatz.

Wo geht der Baulärm aber nun weiter? Hier einige Beispiele:

An der Grundschule am Eichenwald läuft die energetische Sanierung noch bis Jahresende.

An der Siegerland-Grundschule wird die Komplettsanierung nicht vor 2019/20 fertig.

In der Schule am Staakener Kleeblatt dauert die Sanierung der Häuser 1,4 und 5 über 2018 hinaus an.

An der Konkordia-Grundschule wird für den Blitzschutz im Nebengebäude noch bis Ende 2018 gearbeitet.

Die Schule am Gartenfeld kann nicht vor 2019 in ihr saniertes Gebäude zurückziehen.

Und am Kant-Gymnasium endet die Sanitärstrangsanierung nach jetzigem Stand erst im November.

Komplett verhüllt: Vor dem nächsten Jahr wird das Haupthaus der Schule am Gartenfeld nicht fertig.
An der Carlo-Schmid-Oberschule läuft die Brandschutzsanierung noch über den Jahreswechsel. Dann geht's im Nebengebäude weiter.
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