Bezirk will neue Bürohäuser bauen / Flächen stehen fest
Im Rathaus wird’s immer enger

Der Bezirk will zwei neue Bürodienstgebäude bauen, weil das Rathaus aus allen Nähten platzt. Die Flächen stehen fest, die Finanzierung dagegen nicht.

Es geht eng zu im Rathaus. Die Büros sind bis unters Dach belegt, noch dichter zusammenrücken geht nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass das Rathaus mit seinem Dachschaden saniert werden muss. Im Hochbauamt haben die  Mitarbeiter wie berichtet bereits ihre Koffer gepackt und sind seit November in das Select Hotel Berlin im Spiegelturm nahe der Altstadt gezogen. Das Straßen- und Grünflächenamt sowie das Umwelt- und Naturschutzamt werden noch in diesem Jahr in den Web Tower an der Otternbuchtstraße ausgelagert, das Schul- und Sportamt weicht ins Carossa-Quartier an der Streitstraße aus. Auch dort hat das Bezirksamt Flächen angemietet und zwar mindestens für die nächsten fünf Jahre.

So lange nämlich wird es dauern, bis der Bezirk zwei neue Dienstgebäude für seine mehr als 1700 Verwaltungsmitarbeiter hat – sehr wahrscheinlich sogar länger. Eine finale Entscheidung ist noch nicht getroffen, teilt Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) mit. Die Standorte für die Neubauten aber stehen fest. Denn diese Flächen gehören dem Bezirksamt. Dabei handelt es sich um das Grundstück der alten Stadtbücherei an der Seegefelder Straße 35 und um die Galenstraße 14, wo neben dem Hochhaus mit dem Sozialamt noch Platz für ein Quergebäude wäre.

Springt der Senat finanziell ein?

Knackpunkt ist, wie so oft, die Frage der Finanzierung. Mit grob geschätzten zwölf bis 15 Millionen Euro pro Neubau ist das Ganze nicht billig. „Wir brauchen deshalb das Land Berlin, wenn wir das hinbekommen wollen“, sagt Kleebank. Ziel sei deshalb, dass der Senat das Bauvorhaben finanziell über seine nächste Investitionsplanung 2019 bis 2023 absichert. Dazu will der Bezirk die zwei neuen Dienstgebäude in seinen nächsten Haushaltsplan 2020/21 aufnehmen. Fließt 2020 dann womöglich schon die erste Rate vom Senat, könnte bei einer Planvorlaufzeit von zwei Jahren bereits 2022 mit dem Bau von einem oder gar beider Bürohäuser begonnen werden. Auch das Jugendamt soll dann aus dem unwirtlichen Hochhaus an der Klosterstraße raus.

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