Gratis-Mittagessen ab August / Bezirksamt will vorbereitet sein
Ansturm auf die Schulmensen?

Mit dem Gratis-Mittagessen Anfang August droht es in den Schulmensen voll zu werden. Wie ist der Bezirk, wie sind die Schulen darauf vorbereitet? Das wollte die CDU-Fraktion in der BVV wissen.

Mit dem neuen Schuljahr wird das Mittagessen an den Grundschulen und für die 5. und 6. Klassen der Gymnasien kostenlos. Die Bezirke rechnen deshalb mit deutlich mehr Platzbedarf – auch Spandau.

Nur, dieser Platz könnte in vielen Fällen nicht da sein. Zu kleine Mensen und fehlende Kapazitäten machen Umbauten und zusätzliche Essensdurchgänge nötig, was den Unterricht in den Nachmittag verschieben könnte. Wie der Bezirk die Versorgung sicherstellen will, wollte die CDU-Fraktion von Bürgermeister und Schulstadtrat Helmut Kleebank (SPD) wissen.

„Denn wir rechnen mit einem erheblichen Ansturm auf die Mensen. Viele sind schon jetzt am Limit“, sagte Vizefraktionsschef Thorsten Schatz. Das gilt zum Beispiel für die Grundschule am Eichenwald oder das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. „Wir wollen nicht, dass Schüler auf den Fluren oder in den Klassenzimmern essen müssen“, so Schatz.

Eine halbe Millionen Euro
gab es vom Senat

Wie viele Schüler genau zusätzlich die Schulspeisung in Anspruch nehmen werden, konnte Bürgermeister Kleebank auf Nachfrage nicht sagen. Noch fehle die Übersicht über die Schulanfänger. Man geht im Bezirksamt jedoch davon aus, dass alle rund 12.000 Grundschüler das Gratis-Mittagessen nutzen werden. „Wir sind auf diese administrative und schulorganisatorische Herausforderung aber vorbereitet“, sagte Helmut Kleebank in der BVV. So hätten die AG „Ganztag“ aus Schulträger und staatlichem Schulamt sowie die Schulleiter frühzeitig „die Ärmel hochgekrempelt“. „Keine Schule steht ohne Plan da“, versicherte Kleebank. „Wir rechnen fest damit, dass die 35 betroffenen Schulen das Mittagessen anbieten können.“ An sechs Schulen müsse noch eine Lösung gefunden werden. Sprich, ob Räume zusammengelegt, doppelt genutzt, erweitert oder in mehreren Schichten gegessen werden muss. „Alle anderen Schulen stehen auf Grün“, so Kleebank. Vom Senat haben die Bezirke für die Umsetzung der Maßnahmen Geld erhalten – Spandau rund 500.000 Euro.

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