Ausschuss berät über drei Jugendanträge
Fahrradständer im Schulgarten

Mehr Fahrradstellplätze vor der Grundschule, ein höherer Schulzaun und Kreativwände gegen Schmierereien: Der Hochbauausschuss hat jetzt über drei Jugendanträge aus der Generationen-BVV im Mai beraten.

Zwei der drei Jugendanträge gingen flott über den Tisch und fanden einhellige Zustimmung. Beim ersten ging es um mehr Fahrradständer an der Grundschule am Eichenwald. Platz ist dort für 153 Fahrräder, der reicht aber für all die Zweiräder und Roller der 460 Schüler nicht aus. Weshalb es öfter mal Ärger gibt, wenn der Schulhausmeister Räder an Zäunen oder Bäumen angekettet findet. Auch deswegen wollen die Kinder mindestens 150 Ständer zusätzlich. Wo, wissen sie auch. Nämlich im ungenutzten Schulgarten zwischen Fahrradhaus und Zaun. Die Fläche lasse sich schnell einebnen und mit Kies befestigen. Und ein Dach brauche der neue Platz auch nicht, was Kosten spare. „Eine gute Idee“, befand der Ausschuss für Hochbau und Liegenschaften. Der Antrag geht jetzt aber erst noch in den Haushaltsausschuss – wegen der Kostenfrage – und danach zur finalen Entscheidung in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Einstimmig befürworteten die Ausschussmitglieder auch den Jugendantrag zu prüfen, wo im Bezirk Kreativwände aufgestellt werden könnten. An denen sollen sich Graffitisprayer künstlerisch ausleben. Zum Beispiel im Stabholzgarten oder Münsinger Park. Denn solche Kreativwände beugten Schmierereien vor, heißt es im Antrag, und seien für Sprayer ohne das nötige Kleingeld für „private“ Wände die einzige Option.

Belege über Missbrauch
fehlen bisher

Bauschmerzen hatte der Ausschuss hingegen mit dem dritten Jugendantrag. Der fordert das Bezirksamt auf zu prüfen, ob der Zaun der Grundschule am Ritterfeld nahe des Waldes erhöht werden kann, um mögliche „Missbrauchsfälle außenstehender Dritter gegen Schüler“ zu vermeiden. Doch die Bezirksverordneten wollten erst bestätigt wissen, ob es solche Vorfälle überhaupt gab. „Uns ist da nichts bekannt“, sagte CDU-Fraktionschef Arndt Meißner. Auch die anderen Fraktionen schlugen vor, erst mit der Schulleitung und dem Schulamt darüber sprechen zu wollen. Zumal parallel auch der Schulausschuss über den Antrag berate und der sei eigentlich für das Thema zuständig. Der Ausschuss lehnte darum ein Votum seinerseits ab.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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