Wunschbaum-Aktion sucht Geschenkspendierer
Paten "pflücken" wieder Wünsche

Der Wunschbaum ist geschmückt: Fayez Gilke und seine Frau Lea mit Bürgermeister Helmut Kleebank.
  • Der Wunschbaum ist geschmückt: Fayez Gilke und seine Frau Lea mit Bürgermeister Helmut Kleebank.
  • Foto: Bezirksamt
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Im Rathaus-Foyer steht wieder ein Wunschbaum. Geschmückt ist er mit ganz besonderen Sternen.

Kinder haben viele Wünsche. Sie träumen von einem Fahrrad oder einem Fußball, von Barbie-Puppen und Schlittschuhen, wünschen sich Spielzeug, Lego-Steine oder ein Hörspiel. Doch nicht alle Eltern können diese Wünsche erfüllen. Ihnen fehlt das Geld in der Haushaltskasse.

Deshalb steht im Rathaus Spandau jetzt wieder der Wunschbaum. Geschmückt ist die Tanne nicht mit Lametta oder glänzenden Kugeln, sondern mit bunten Sternen. Etwa 50 Stück hängen an den Zweigen. Kinder, die aus Familien in finanziell schwierigen Situationen kommen, haben ihre Wünsche darauf geschrieben. Jetzt werden Paten gesucht, die den Mädchen und Jungen eine Freude machen wollen. Sie können die Wünsche vom Baum „pflücken“ und so zum Weihnachtsmann oder zur Weihnachtsfrau werden.

Verein rechnet mit 2000 Wünschen
von Kindern

Organisator der Aktion Wunschbaum ist der Verein „Schenk doch mal ein Lächeln“. Start war 2014 im Rathaus Schöneberg. Spandau macht seit 2015 mit. „Inzwischen beteiligen sich zehn Bezirke. Die Wunschbäume stehen aber nicht nur in Rathäusern, sondern auch in Unternehmen und Behörden, wie etwa dem Sozialgericht, dem Finanzamt Köpenick oder der Bundesarbeitsagentur“, berichtet Fayez Gilke, Vorstandsvorsitzender des Vereins. Auch viele Kitas, die Deutsche Krebsgesellschaft, Stadtteilzentren, das Kinderhospiz Berliner Herz und das Klinikum Buch sind in diesem Jahr dabei. Der Verein rechnet aktuell mit mehr als 2000 Herzenswünschen. 2018 konnten 1500 Wünsche erfüllt werden. „Meist sind es diese typischen Herzenswünsche, die wir mit großer Freude erfüllen dürfen“, sagt Gilke. „Es sind jedes Jahr aber auch viele Wünsche dabei, die ein Kind nicht haben sollte.“ Eine warme Winterjacke zum Beispiel oder Stifte.

Wer Pate sein will, kommt ins Rathaus Spandau an der Carl-Schurz-Straße 2/6, liest die Wünsche und sucht sich einen aus, den gern erfüllen möchte. Der Wert des Geschenks darf maximal 25 Euro betragen. Bis zum 13. Dezember können die Geschenke dann im Bürgermeisterbüro unverpackt zusammen mit dem Wunschstern abgegeben werden. Freiwillige packen die Geschenke dann ein und übergeben sie den Eltern der Kinder.

Die Wunschpaten bleiben anonym. Von den Kindern erfahren sie nur den Vornamen und das Alter.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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