Ursachen für Reizhusten und Tipps zur Vermeidung und Behandlung

Reizhusten läßt sich nicht komplett vermeiden. Wenn Sie aber die Ursachen und möglichen Gegenmaßnahmen für die plötzlichen Hustenattacken kennen, können Sie die Symptome lindern. Die häufigsten Auslöser von Reizhusten sind:

  • eine beginnende Erkrankung der Atemwege
  • Lebensumstände
  • Allergien
  • Psychische Gründe
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • andere ernsthafte Erkrankungen

Beginnende Erkrankung der Atemwege

Die häufigste Ursache für Reizhusten ist eine Erkrankung der Atemwege. Erkältungsviren, die sich in den oberen Atemwegen festsetzen, versucht der Körper mit Hilfe von Husten loszuwerden. Vorbeugende Maßnahmen gegen Erkältungskrankheiten sind z.B.:

  • Immunsystem stärken. Besonders in der kühlen Jahreszeit wird ihr Körper von einem starken Immunsystem provitieren. Gehen Sie an der frischen Luft spazieren, achten Sie auf ausreichend Schlaf und ernähren Sie sich gesund. Wenn Sie Obst und Gemüse nicht mögen, trinken Sie täglich ein Glas hochwertigen, am besten frisch gepressten, Fruchtsaft.
  • Händewaschen. Erkältungserreger bleiben an Türklinken, Einkaufswägen und anderen Gegenständen haften. Waschen Sie sich daher oft die Hände und vermeiden Sie unterwegs, mit Ihren Händen ihr Gesicht zu berühren, beispielsweise um ihre Augen zu reiben.

Was können Sie tun, wenn Sie spüren, die Erkältung beginnt?

  • Trinken Sie viel, am besten Wasser oder warmen Tee. Zu heiße Getränke reizen einen entzündeten Hals noch weiter. Zutaten wie Fenchel, Salbei, Anis, Ingwer sind bewährte Hausmittel.
  • Essen Sie einen Teelöffel Honig vor dem Schlafengehen. Honig wirkt entzündungshemmend und reduziert die Schwellung.
  • Kochen Sie sich eine Hühnersuppe. Der Dampf ist gut für die Lungen, die Wärme für den Hals und das Hühnerfleisch gibt Kraft durch Protein.
  • Lutschen Sie Hustenbonbons, am besten solche, die Menthol enthalten, wie z. B. Pfefferminz. Mögen Sie keine Hustenbonbons, geht auch ein Lutscher oder normale Bonbons. Beide erhöhen die Speichelproduktion und lindern dadurch die Reizung im Hals. Einen ähnlichen Effekt, nur kürzer, hat auch Kaugummi.

Reizhusten aufgrund ungünstiger Lebensumstände

Reizhusten lässt sich auch auf ungünstige Lebensumstände zurückführen. Vor allem Raucher leiden unter Reizhusten, da Rauchen grundsätzlich die Atemwege belastet. Nachts, in der rauchfreien Zeit, arbeitet der Körper verstärkt daran, die Schadstoffe loszuwerden, daher ist der Reizhusten morgens besonders stark. Bei schweren Rauchern kann Auswurf dabei sein.

  • Dauerhaft hilft nur, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn das für Sie nicht in Frage kommt, können Atemtherapien, leichter Sport und viel Trinken hilfreich sein. Überlegen Sie, ob als Alternative elektronische Zigaretten in Frage kommen.
  • Sind Sie beruflich starken Belastungen durch beispielsweise Gas, Staub oder Mehl ausgesetzt, tragen Sie beim Arbeiten eine Atemschutzmaske
  • Wenn Sie beruflich viel und laut reden müssen, kann dies zu einem trockenem Hals und Hustenreiz führen. Besonders Sänger, Schauspieler und Lehrer sind davon betroffen. Hier hilft viel trinken, Halsbonbons lutschen oder ein gezieltes Sprech- und Atemtraining.

Allergisch bedingter Reizhusten

Neben Hautproblemen und Schnupfen ist trockener Reizhusten eine der häufigsten allergischen Reaktionen. Im Gegensatz zum allergischen Asthma ist die Lunge nicht betroffen, daher fehlt die für Asthma typische Atemnot. Durch den Kontakt mit dem vermeintlich schädlichen Fremdkörper werden die Schleimhäute der Atemwege gereizt, was den Hustenanfall auslöst. Besonders betroffen sind Pollen- oder Hausstauballergiker, aber auch Tierhaare, bestimmte chemische Stoffe oder Lebensmittel können plötzlichen Reizhusten auslösen.

  • Am effektivsten ist, das hustenauslösende Allergen zu meiden. Allergiker gegen Katzenhaare sollten keine Katzen halten und diese auch nicht streicheln.
  • Benutzen Sie keine Deosprays, Lufterfrischer-Sprays oder Reinigungsmittel in Sprühflaschen. Weichen Sie auf Alternativen wie Deoroller, Raumdüfte mit Holzstäbchen oder Reinigungsmittel in normalen Flaschen aus.
  • Sind Sie gegen Hausstaub allergisch, staubsaugen und wischen Sie häufig. Es gibt Staubsauger für Allergiker, die mit besonderen Filtersystemen arbeiten
  • Verfolgen Sie bei Pollenallergien die Meldungen zur Pollenbelastung. Vermeiden Sie sportliche Aktivitäten oder Gartenarbeiten während hoher Werte. Bringen Sie an Ihren Fenstern Pollenvlies oder Pollenschutzgitter an, damit Sie ungestört lüften können.
  • Luftreiniger sind eine Möglichkeit, die Belastung durch Allergene in Räumen zu reduzieren. Am besten geeignet sind Geräte mit einem Hepa-Filter.

Psychische Gründe

Trockener Husten, der länger als vier Wochen anhält, kann psychische Gründe haben. Vor allem bei Kindern im Schulalter kann anhaltende psychische Belastung (Schulstress, Scheidung usw.) zu psychisch bedingtem, chronischem Reizhusten führen. Dieser Husten tritt nur tagsüber auf und wird durch Hustenmedikamente nicht gelindert. Oft geht er mit einem sogenannten Räuspertick einher. Wenn körperliche Untersuchungen keine Hinweise auf organische Erkrankungen, Entzündungen oder Asthma ergeben, sind psychische Ursachen denkbar.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Reizhusten kann auch eine Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten sein. Dazu gehören Mittel gegen Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und Beta-Blocker. Wenn Sie nach Einnahme Ihrer Medikamente verstärkt unter anhaltendem Hustenreiz leiden, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Bitten Sie ihn, Ihnen eine Alternative zu verschreiben.

Ernsthafte Erkrankungen

Reizhusten ohne Schleim ist nicht immer harmlos, mitunter sind ernsthafte Erkrankungen die Ursache. Dazu gehören Erkrankungen der Lunge sowie des Mund- und Rachenraumes. Es zählen aber auch Krankheiten dazu, die man nicht sofort mit Husten in Verbindung bringt, wie Tumore oder die Refluxkrankheit.
Wenn Ihr Husten länger als vier Wochen dauert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und die genaue Ursache abklären lassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen