Falsches Signal?
AfD will Denkmal für Gefallene in die Denkmalliste aufnehmen lassen

Wofür steht das Denkmal für Gefallene des Ersten Weltkrieges auf dem Gelände der evangelischen Versöhnungskirchengemeinde? Darüber gab es in der Juni-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung eine Kontroverse zwischen den Fraktionen.

Die AfD hatte in einem Antrag gefordert, das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Gelände der Biesdorfer Kirche, Alt-Biesdorf 59, in die Denkmalliste des Landes Berlins aufzunehmen und zu restaurieren. Der AfD-Verordnete Werner Wiemann betonte, die Darstellung sei nicht kriegsverherrlichend, sondern diente heute eher als Mahnung vor neuen Kriegen.

Dem widersprach Olaf Michael Ostertag, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken, energisch. „Die Linke wird einer Originalrekonstruktion niemals zustimmen.“ Wiemann liege falsch mit seiner Einschätzung. Bei dem Denkmal handele sich sehr wohl um ein Heldendenkmal. Wenn es überhaupt verändert würde, könne es höchstens kritisch restauriert werden.

Der Grünen-Bezirksverordnete Nickel von Neumann ergänzte, dass mit einer Restaurierung völlig falsche Signale gesendet würden. „Die Menschen, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind, taten das letztlich umsonst“, sagte er zu den Verordneten der AfD gewandt. Außerdem stehe das Denkmal auf dem Gelände der evangelischen Versöhnungsgemeinde und unterstehe somit ihr.

Die Gemeinde hatte sich bereits gegen eine Restaurierung ausgesprochen. Der Antrag wurde zur weiteren Beratung in den Kulturausschuss überwiesen.

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