Mieter am Buckower Ring starten Petition zu Flüchtlingsheim

Rolf Dreier (links) und Jürgen Kanthack gehören der Anwohnerinitiative an, die sich gegen den Bau eines Flüchtlingsheims auf einer Brache im Buckower Ring wehrt.
  • Rolf Dreier (links) und Jürgen Kanthack gehören der Anwohnerinitiative an, die sich gegen den Bau eines Flüchtlingsheims auf einer Brache im Buckower Ring wehrt.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Biesdorf. Anwohner haben das Aufstellen einer Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) auf einem Grundstück am Buckower Ring zunächst verhindert. Sie vertrieben die Arbeiter einer Firma, die ohne Genehmigung Bäume fällen wollten. Zudem starteten sie eine Online-Petition, um das Vorhaben des Senats zu stoppen.

„Die Baumfällungen haben nicht wir veranlasst“, sagt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. Seines Wissens habe das Berliner Immobilienmanagement (BIM) die Firma geschickt, ohne die rechtliche Lage zur berücksichtigen. Seit 1. März dürfen, laut Artenschutzgesetz keine Bäume mehr gefällt werden. Diese besondere Genehmigung konnten die Mitarbeiter auf Verlangen der Anwohner nicht nachweisen, worauf sie nach kurzer Diskussion wieder abzogen.

Gegenüber der Brache befinden sich drei Mehrfamilienhäuser mit zum großen Teil Eigentumswohnungen und einigen Wohnungen, die von der Degewo vermietet werden. Fast alle Bewohner haben sich zu einer Bürgerinitiative zusammengetan, im die Bebauung der Brache mit einer Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) zu verhindern.

Bei dem Flüchtlingsheim handelt es sich um einen Fünfgeschosser, der in Fertigbauweise relativ schnell aufgestellt werden kann. Bis zu 500 Flüchtlinge können darin untergebracht werden. „Das ist zu viel für uns und für dieses kleine Grundstück“, erläutert Anwohner Rolf Dreier. Das Grundstück habe nur eine Größe von rund 6000 Quadratmetern. Ein Grundstück für eine MUF sollte aber auch nach Senatsangaben mindestens 10 000 Quadratmeter umfassen. „Unter diesen Umständen ist eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge kaum möglich“, erklärt Dreier. Allerdings geht es den Anwohnern auch darum, das Heim in der Nachbarschaft zu verhindern. „Wir haben diese Wohnungen für viel Geld gekauft. Wenn hier gegenüber Flüchtlinge einziehen, sind sie nichts mehr wert“, sagt Jürgen Kanthack. Im Unterschied zu Mietern könnten Wohneigentümer kaum wegziehen.

Die Anwohnerinitiative startete inzwischen eine Online-Petition mit der Losung „Marzahn / Hellersdorf in einer gewaltigen Schieflage - Der Buckower Ring bleibt unser Biotop !!“ Anfang März hatte die Petition schon 1300 Unterschriften. Das Quorum beträgt 2600 Unterschriften. Ist diese Zahl bis Mitte Mai erreicht, dann kann die Petition von den Betreibern des Portals direkt an das Abgeordnetenhaus weitergereicht werden. „Wir prüfen außerdem rechtliche Schritte“, erklärt Edelgard Schaub, die Gründerin der Initiative. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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